So viel Bücherliebe zwischen zwei Buchdeckeln
Schascha war für mich ganz klar der Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist neun Jahre alt, liebt Bücher und wird neugierig auf Carl, der regelmäßig Bücher zu den Menschen der Stadt bringt. Schließlich begleitet sie ihn auf seinen Wegen. Ich mochte ihre offene und lebendige Art sehr. Carl ist deutlich stiller, weshalb die beiden zusammen eine interessante Kombination ergeben. Während ihrer Buchspaziergänge treffen sie auf unterschiedliche Menschen, und genau dadurch bekommt die Geschichte immer mehr Tiefe. Bücher sind dabei nicht einfach nur Dekoration. Sie verbinden Menschen und können Hoffnung und Zuversicht vermitteln. Das fand ich gerade als Leserin richtig schön. Gleichzeitig bleibt die Handlung nicht nur leicht und gemütlich, denn auch ernstere Themen kommen vor. Trotzdem überwiegt für mich die warme Atmosphäre. Der Schreibstil ist angenehm zugänglich und passt gut zu einem jüngeren Publikum. Auch als Erwachsene konnte ich die Geschichte aber problemlos genießen. Schon das Cover mit Schascha, Carl und den vielen Büchern hat mich angesprochen, aber besonders schön finde ich die farbigen Illustrationen im Inneren. Ich habe das Buch vor allem wegen seiner Bücherliebe und der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Schascha und Carl sehr gern gelesen.