Düstere Geheimnisse im beschaulichen Lund – Ein fesselnder Auftakt

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Die Leseprobe zu „Schattenmädchen“ von Frida Skybäck hat mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Schon das atmosphärische Cover fängt die kühle, nordische Stimmung perfekt ein und deutet auf die düsteren Abgründe hin, die sich hinter der Fassade der Universitätsstadt Lund verbergen.

Der Einstieg durch den Prolog ist meisterhaft gewählt: Die beklemmende Orientierungslosigkeit des Opfers in der Dunkelheit erzeugt sofort eine greifbare Spannung und lässt einen als Leser mit einem muldigen Gefühl zurück. Frida Skybäcks Schreibstil ist dabei angenehm flüssig und leicht zugänglich, was einen schnellen Einstieg in die Handlung ermöglicht. Besonders gelungen finde ich den Kontrast zwischen dem fast schon banalen studentischen Alltag und dem plötzlichen, unerklärlichen Verschwinden von Isabelle Karlsson.

Die Charaktere wirken bereits jetzt vielschichtig und authentisch. Mit Fredrika Storm lernen wir eine Ermittlerin kennen, die nicht nur einen rätselhaften Fall lösen muss, sondern auch privat mit den Geistern ihrer Vergangenheit kämpft. Ihre Suche nach ihrer Mutter verleiht der Figur eine verletzliche Tiefe, die neugierig auf ihre weitere Entwicklung macht. Auch die Dynamik mit ihrem Kollegen Henry Calment verspricht eine interessante Zusammenarbeit.

Ich erwarte von diesem Kriminalroman eine fesselnde Mischung aus klassischer Ermittlungsarbeit und einem psychologisch dichten Familiendrama. Da ich Plottwists liebe, bin ich besonders gespannt, welche Geheimnisse Isabelles Vergangenheit in Asien birgt und wie die verschiedenen Handlungsstränge letztlich zusammenlaufen. Ich würde das Buch sehr gerne weiterlesen, um gemeinsam mit Fredrika die Wahrheit hinter dem Verschwinden des „Schattenmädchens“ ans Licht zu bringen.