Spannend, dunkel, insensiv

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hanninanni103 Avatar

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„Schattenmädchen“ ist ein spannender, düsterer Thriller, der von der ersten Seite an eine bedrückende Atmosphäre aufbaut. Der dritte Band der Reihe überzeugt vor allem durch sein hohes Tempo, eine konstante Spannungskurve und einen komplexen Fall, der lange undurchsichtig bleibt. Die Geschichte rund um das Verschwinden eines Mädchens entwickelt sich vielschichtig und hält einige unerwartete Wendungen bereit.
Fredrika Storm ist eine starke, glaubwürdige Ermittlerin mit Ecken und Kanten. Ihre innere Zerrissenheit und die psychische Belastung durch den Fall werden realistisch dargestellt, ohne dabei melodramatisch zu wirken. Besonders gelungen ist die düstere Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht und perfekt zur Thematik passt.
Kritisch anzumerken ist, dass sich einige Passagen in der Mitte etwas ziehen und der Erzählfluss dort leicht an Tempo verliert. Zudem sind manche Nebenfiguren eher blass geblieben und hätten mehr Tiefe vertragen. Trotzdem bleibt die Handlung durchgehend fesselnd und steigert sich zum Ende hin deutlich.
Insgesamt ist „Schattenmädchen“ ein solider, atmosphärischer Thriller mit psychologischer Tiefe, spannender Handlung und überzeugender Hauptfigur. Für Fans nordischer Krimis und düsterer Ermittlungsromane absolut empfehlenswert.
Fazit: Spannend, dunkel, intensiv