An Aktualität nicht zu übertreffen

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pinkystilzchen Avatar

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Mit Schattenmädchen ist Frida Skybäcks dritter Band um die Ermittler Frederika Storm und ihren Kollegen Henry Calment erschienen. Ich kenne die beiden Polizisten bereits aus dem ersten Band Schwarzvogel. Das dunkel gehaltene Cover passt perfekt in die Thrillerreihe und hat einen Wiedererkennungseffekt.

Im neuesten Fall geht es um die verschwundene Studentin Isabelle Karlsson, die zuletzt auf der Party eines Techunternehmens gesehen wurde. Doch der CEO Martin Zenberg behauptet Isabelle gar nicht zu kennen. Frederika und Henry können dies im Zuge ihrer Ermittlungen widerlegen und stoßen dabei auch auf Parallelen zu einem älteren Fall. Hier wurde der Täter aber bereits gefasst. Sitzt etwa der Falsche im Gefängnis? Und warum lügt der Unternehmer?

Federika Storm zeichnet sich wieder durch ihre hartnäckigen und scharfsinnigen Ermittlungen aus, die ebenso in Sackgassen wie auch in ungewöhnlichen Ergebnissen enden. Dies erhält den Spannungsbogen auf jeden Fall aufrecht.
Unterhaltsam finde ich auch immer die Fortsetzung des Privatlebens der Hauptprotagonisten und dies kommt in diesem Band auch nicht zu kurz. Frederika und Henry harmonieren trotz des kniffligen Falls und der privaten Probleme aber toll als Ermittlerduo zusammen. Gelungen ist auch die Darstellung des Settings rund um Macht, Geld, Wirtschaft und Verschleierung, dass die Autorin in der kleinen Universitätsstadt kreiert hat und so viele Bezüge zur aktuellen Weltlage und Gesellschaft aufweist.

Alles in allem ein Thriller, der ohne blutige und brutale Szenen auskommt und spannende Lesestunden garantiert.