Frida Skybäck at its best

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honeydew Avatar

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Eigentlich ist es ganz einfach: wem Teil 1 und 2 gefallen hat, der wird auch diesen Band mögen. Aber ich möchte ein bisschen ausholen:
Frida Skybäck hat eine Krimireihe um das Ermittlerteam Fredrika Storm und ihren Kollegen Henry Calment geschrieben, welche in Schweden spielt. „Schattenmädchen“ ist Band 3 der Reihe. Fredrika lebt für ihren Beruf und stellt ihr Privatleben oft hinten an. Das gefällt natürlich nicht allen in ihrem Umfeld. Henry hat gerade eine erschreckende private Entdeckung gemacht und versucht, seinen Arbeitsalltag nicht davon beeinflussen zu lassen. Beide Kollegen sind eher verschlossen, reden nicht so gern über Persönliches, aber stürzen sich in ihre Arbeit. Nun hat sich ein neuer Fall ergeben, eine junge Studentin ist von einer Firmenparty verschwunden. Der Hergang erinnert stark an eine Frau, die vor 7 Jahren verschwunden ist und später tot aufgefunden wurde. Fredrika und Henry versuchen, die vermisste Studentin zu finden und prüfen, ob der jetzige Fall etwas mit dem Tod der Frau von vor 7 Jahren zu tun hat.
Mich hat das Buch wieder von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich mochte schon die ersten beiden Teile so gerne und habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass ein dritter erscheint. Die Bände sind auch unabhängig voneinander lesbar, dennoch würde ich empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten. Man lernt die Personen besser kennen, wenn man von Anfang an den Werdegang und die Entwicklungen verfolgen kann.
Spannend fand ich besonders, dass die Autorin im Nachwort schreibt, dass der Fall angelehnt ist an die Realität. Sie selbst hat an der Universität studiert, um die es in dem Buch geht. Auch wenn es hier keinen echten Mordfall gab, so gab es zumindest Übergriffe, die gezielt vertuscht wurden.
Was ich nicht ganz so gern mochte, war das Cover des Buches. Es zeigt zwar ein schönes typisches Bild von Schweden: ein farbiges Holzhäuschen am See, alles düster gehalten. Aber es hat einfach nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun. Hier hätte man zum Beispiel ein großes Universitätsgebäude abbilden können. Aber das tut dem Inhalt natürlich keinen Abbruch. Von mir eine Empfehlung, 5 von 5 möglichen Sternen.