Interessante Mördersuche mit verwirrendem Schluss

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Der Roman „Schattenmädchen“ von Frida Skyback hat mir in weiten Teilen gefallen.

Isabelle, eine Studentin, wird vermisst. Das Ermittlerduo Fredrika und Henry von der Polizei Lund nehmen die Untersuchungen auf.

Die Zusammenarbeit zwischen ihnen ist gut beschrieben und angenehm zu lesen. Fredrika ist die Ungeduldige und manchmal übereilt Losstürmende, wogegen Henry eher bedacht und Schritt für Schritt vorgeht.

Beide haben neben ihren dienstlichen Aufgaben große persönliche Probleme, die im Buch einen breiten Raum einnehmen. Das hat sie in meinen Augen als Ermittler menschlicher gemacht.

Sehr gut fand ich, dass die Kapitel schön kurz sind.

Die Untersuchungen führen sie zu einer IT-Firma, die kurz vor einem Verkauf ihres Erfolgsproduktes, einer App, an die Chinesen steht.

Die Arbeit der Polizei bringt reichlich Unruhe in die Firma und gestaltet sich schwierig und oft auch ergebnislos. Dann ergibt sich ein Zusammenhang zu einem Mordfall an einer Studentin vor sieben Jahren. Die Ermittlungen werden ausgedehnt. Das führt zu einer Vermischung der Fälle und erschwerte mir etwas die Übersicht.

Vollends verwirrt bin ich vom Schluss, von der Auflösung. Das hat meinen Gesamteindruck im Nachhinein gemindert und ich verlasse diese Geschichte unzufrieden.