Krimi im Uni- und Startupmilieu
Mit Schattenmädchen legt Frida Skybäck einen ebenso spannenden wie vielschichtigen dritten Band ihrer Reihe um Fredrika Storm vor. Vor der Kulisse eines drückend heißen schwedischen Sommers entfaltet sich ein Fall, der weit über das Verschwinden einer jungen Studentin hinausgeht – hinein in ein Geflecht aus Macht, Einfluss und systematischem Wegschauen.
Als Isabelle Karlsson nach einer Party eines erfolgreichen Technologieunternehmens spurlos verschwindet, wirkt zunächst alles wie ein tragischer Einzelfall. Doch schnell geraten der charismatische CEO Martin Zenberg und sein Umfeld in den Fokus der Ermittlungen. Skybäck zeichnet diese Welt aus Start-up-Glanz, Ambition und akademischer Elite mit feinem Gespür für Zwischentöne. Hinter moderner Fassade und Innovationsrhetorik lauern Eitelkeit, Abhängigkeiten – und Schweigen.
Besonders packend wird der Roman durch die Parallelen zu einem sieben Jahre zurückliegenden Mordfall. Obwohl es damals eine Verurteilung gab, stoßen Fredrika Storm und ihr Kollege Henry Calment auf gravierende Ermittlungsfehler. Die Frage, ob die Wahrheit jemals vollständig ans Licht kam, treibt die Handlung voran. Skybäck versteht es, Spannung nicht nur durch äußere Gefahr, sondern auch durch moralische Zweifel und institutionelle Verstrickungen aufzubauen.
Das Ermittlerduo überzeugt erneut durch seine glaubwürdige Dynamik: Fredrika ist beharrlich, analytisch und zugleich empathisch, während Henry mit ruhiger Entschlossenheit ergänzt. Ihre Zusammenarbeit wirkt eingespielt, ohne glatt zu sein – persönliche Belastungen und beruflicher Druck schwingen stets mit.
Schattenmädchen ist mehr als ein klassischer Kriminalroman. Es ist eine Geschichte über Machtstrukturen, über junge Frauen, deren Stimmen nicht gehört wurden, und über die Frage, wer von einer halben Wahrheit profitiert. Atmosphärisch dicht, gesellschaftlich relevant und mit einem überraschenden Ende versehen, führt dieser Band die Reihe eindrucksvoll fort. Ein Krimi, der nicht nur fesselt, sondern auch nachdenklich macht.
Als Isabelle Karlsson nach einer Party eines erfolgreichen Technologieunternehmens spurlos verschwindet, wirkt zunächst alles wie ein tragischer Einzelfall. Doch schnell geraten der charismatische CEO Martin Zenberg und sein Umfeld in den Fokus der Ermittlungen. Skybäck zeichnet diese Welt aus Start-up-Glanz, Ambition und akademischer Elite mit feinem Gespür für Zwischentöne. Hinter moderner Fassade und Innovationsrhetorik lauern Eitelkeit, Abhängigkeiten – und Schweigen.
Besonders packend wird der Roman durch die Parallelen zu einem sieben Jahre zurückliegenden Mordfall. Obwohl es damals eine Verurteilung gab, stoßen Fredrika Storm und ihr Kollege Henry Calment auf gravierende Ermittlungsfehler. Die Frage, ob die Wahrheit jemals vollständig ans Licht kam, treibt die Handlung voran. Skybäck versteht es, Spannung nicht nur durch äußere Gefahr, sondern auch durch moralische Zweifel und institutionelle Verstrickungen aufzubauen.
Das Ermittlerduo überzeugt erneut durch seine glaubwürdige Dynamik: Fredrika ist beharrlich, analytisch und zugleich empathisch, während Henry mit ruhiger Entschlossenheit ergänzt. Ihre Zusammenarbeit wirkt eingespielt, ohne glatt zu sein – persönliche Belastungen und beruflicher Druck schwingen stets mit.
Schattenmädchen ist mehr als ein klassischer Kriminalroman. Es ist eine Geschichte über Machtstrukturen, über junge Frauen, deren Stimmen nicht gehört wurden, und über die Frage, wer von einer halben Wahrheit profitiert. Atmosphärisch dicht, gesellschaftlich relevant und mit einem überraschenden Ende versehen, führt dieser Band die Reihe eindrucksvoll fort. Ein Krimi, der nicht nur fesselt, sondern auch nachdenklich macht.