Zwischen Lava und Finsternis

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Schon die Beschreibung zieht mich in diese raue, isländische Welt hinein – schön und gnadenlos zugleich. Der Fall einer ermordeten Mutter und eines verschwundenen Kindes erzeugt sofort eine stille, eindringliche Spannung. Helga Jónsdóttir wirkt wie eine Ermittlerin, die noch ihren Platz sucht, während Bjarki mit seiner Naturverbundenheit einen starken Gegenpol bildet. Diese Mischung aus analytischem Verstand und urwüchsiger Wildnis hat etwas sehr Reizvolles.

Die Vorstellung, dass der Junge sich in den Höhlen der Vulkanlandschaft versteckt, verleiht der Geschichte eine fast mythische Note – und gleichzeitig spürt man die Gefahr, die Kälte, die Zeit, die gegen ihn läuft. Mit dem zweiten Mord wird klar, dass hier jemand mit erschreckender Präzision handelt.

Für mich verspricht der Auftakt einen Thriller, der nicht nur Spannung liefert, sondern auch Atmosphäre und Charaktertiefe. Ein kalter, intensiver Start in eine Reihe, die ich unbedingt weiterverfolgen möchte.