4,5 Sterne für einen soliden Reihenstart
Die beiden Hauptfiguren Helga und Bjarki sind sehr sympathische Ermittler und es hat mir sehr gut gefallen, wie organisch sich Bjarkis Beteiligung am Fall ergeben hat. Der Schreibstil ist sehr gut, man ist als Leser nie von den Perspektivwechseln überfordert und das Buch lässt sich sehr gut zu lesen. Der Fall beginnt ausgesprochen interessant und ich fand es sehr schön, wie man die einzelnen Ermittlungsschritte miterleben konnte. Die Handlung entwickelt sich kontinuierlich, durch das isländische Setting und die klare Vorgehensweise, wirkt das Ganze trotz der grausamen Taten irgendwie ruhig. Durch Perspektivwechsel lernt man den Täter früh kennen und da setzt mein Kritikpunkt an. Nach ungefähr zwei Dritteln ist absehbar, wie es ausgehen wird und dadurch hatte ich den Eindruck, dass das Ende einfach sehr lange dauert. Trotzdem hat mir am Schluss noch eine intensivere Beschäftigung mit dem Täter und seinen Motiven gefehlt, daher ziehe ich einen halben Stern für den doch eher einfachen Plot ab. Dank des guten Schreibstils ist es trotzdem ein Lesevergnügen und so gibt es insgesamt 4,5 Sterne von mir.