Atemlose Spannung

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gerlisch Avatar

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Island als Setting ist für mich ein absoluter Pluspunkt. Die einsame, rohe Weite, die karge Landschaft und das Gefühl von Wind, Kälte und Isolation haben die beiden Autoren in ihrem Thriller-Auftakt perfekt transportiert.
Helga war früher beim Jugendamt beschäftigt, aber durch einen Vorfall traumatisiert, nun Polizistin. Ihre Selbstzweifel, die schwierige Vergangenheit und die Tatsache, dass sie wegen ihrer schwedischen Wurzeln nicht überall akzeptiert wird, machen sie zu einer authentischen, verletzlichen und starken Protagonistin.
Bjarki ist Verkehrspolizist, ein Naturtyp, kantig und loyal. Dass er Helga in seiner Freizeit unterstützt, gibt der Geschichte eine besondere Dynamik. Die beiden sind eigenwillig, nicht fehlerfrei, aber genau dadurch einprägsam. Auch die Nebencharaktere bleiben hängen, sie sind glaubwürdig, lebendig und mit klaren Konturen dargestellt.
Wechselnde Perspektiven halten die Spannung konstant hoch. Die kursiv geschriebenen Kapitel aus Sicht des Täters geben mir als Leser einen Vorsprung gegenüber dem Ermittlerteam und das, was man über den Täter erfährt, ist wirklich gruselig. Genau diese Mischung aus psychologischer Beklemmung und nordischer Kälte macht den Thriller so intensiv.
Die Story hat mich total gefesselt, mit hohem Tempo und wortgewandten Schreibstil wird man geradezu durch die Handlungen gepeitscht. Der Fall ist brutal, atmosphärisch und clever konstruiert.
Schlafende Vulkane ist ein packender, atmosphärischer Thriller und ich muss unbedingt den nächsten Band lesen.