Die Schwedin
Helga Jonsdottirs Wurzeln liegen zwar in Island, sie selbst ist jedoch in Schweden aufgewachsen. Deshalb hat es die Ermittlerin auch nicht einfach im Dezernat für Gewaltverbrechen, von jedem dort anerkannt zu werden. Ausgerechnet bei einem schrecklichen Mord muss sie ihre erste Ermittlung leiten: Eine junge Frau wird nackt und geschändet in einem Reitstall gefunden, ihr zehnjähriger Sohn ist verschwunden. Hat er den Täter gesehen? Helfen kann hier nur Bjarki, ein zwei Meter großer Naturbursche, der bei der Verkehrspolizei arbeitet und sich aus Spaß in reißende Flüsse wirft, um Menschen zu retten. Er kennt die isländischen Vulkanebenen wie seine Westentasche, und tatsächlich gelingt es ihnen, den Jungen zu finden. Doch mit dem einen Mord ist es nicht getan, denn der Täter macht weiter und es kommt, wie es immer kommen muss: Helga gerät in seinen Fokus ...
Es ist jetzt nicht so, als hätte ich keinen Spaß beim Lesen gehabt. Der Schreibstil ist flüssig, Island ist düster und voller Vulkangestein und der Fall ist nicht uninteressant. Der Serienkiller macht sein Hobby dank Darknet auch noch zum beruf, der ihm ordentlich Kohle durch kranke Typen einbringt, das ist immerhin eine Art Alleinstellungsmerkmal. Was mir wirklich gegen den Strich ging, ist die Konstellation. Ohne den starken, schweigsamen, heldenhaften Mann ist Helga natürlich aufgeschmissen. Natürlich, weil sie einen Fehler begeht. Der heldenhafte Isländer ist so heldenhaft, dass er sich sogar zum Schluss für sie eine Kugel einfängt, und das auch noch ganz bewusst, so nach dem Motto: Hach, ein herrlicher Montag, so kann der Tag beginnen! So ein bisschen Schussverletzung stört mich doch nicht! Allgemein war der Schluss eher ziemlich hohl konzipiert und beruhte auf Zufällen und Handlungsweisen, die nicht nachvollziehbar waren. Ich mochte eigentlich den Cast ganz gern, aber von mir aus darf der Held gern ein bisschen weniger heldenhaft sein und das schwache Frauchen ein bisschen weniger von dem heldenhaften Helden und seinem heldenhaften Benehmen abhängig sein. Einem weiteren Band würde ich gern noch eine Chance geben, wenn sich alle ein bisschen aus dem Homo Sapiens Höhlenmenschus herausentwickelt haben - einschließlich der beiden Autoren.
Es ist jetzt nicht so, als hätte ich keinen Spaß beim Lesen gehabt. Der Schreibstil ist flüssig, Island ist düster und voller Vulkangestein und der Fall ist nicht uninteressant. Der Serienkiller macht sein Hobby dank Darknet auch noch zum beruf, der ihm ordentlich Kohle durch kranke Typen einbringt, das ist immerhin eine Art Alleinstellungsmerkmal. Was mir wirklich gegen den Strich ging, ist die Konstellation. Ohne den starken, schweigsamen, heldenhaften Mann ist Helga natürlich aufgeschmissen. Natürlich, weil sie einen Fehler begeht. Der heldenhafte Isländer ist so heldenhaft, dass er sich sogar zum Schluss für sie eine Kugel einfängt, und das auch noch ganz bewusst, so nach dem Motto: Hach, ein herrlicher Montag, so kann der Tag beginnen! So ein bisschen Schussverletzung stört mich doch nicht! Allgemein war der Schluss eher ziemlich hohl konzipiert und beruhte auf Zufällen und Handlungsweisen, die nicht nachvollziehbar waren. Ich mochte eigentlich den Cast ganz gern, aber von mir aus darf der Held gern ein bisschen weniger heldenhaft sein und das schwache Frauchen ein bisschen weniger von dem heldenhaften Helden und seinem heldenhaften Benehmen abhängig sein. Einem weiteren Band würde ich gern noch eine Chance geben, wenn sich alle ein bisschen aus dem Homo Sapiens Höhlenmenschus herausentwickelt haben - einschließlich der beiden Autoren.