Jagd auf einen Frauenmörder

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baudi60 Avatar

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In einem Pferdestall in der Nähe von Reykjavik wird eine junge alleinerziehende Frau tot aufgefunden. Ihr 10jähriger Sohn ist verschwunden. Verdächtigt wird der Vater...
Aufgrund der Unpässlichkeit eines Kollegen wird Helga zu ihrem ersten Fall im Dezernat für Gewaltverbrechen eingeteilt. Ihre mangelnde Erfahrung gleicht sie durch ihr Gespür aus. Ihr zur Seite stehen Yvette und Bjarki. Er ist ein Isländer durch und durch aber etwas ungestüm. Alle sind sie durchweg sympathisch und ergänzen sich gut.

Der Roman wird abwechselnd jeweils aus der Sicht der handelnden Personen erzählt und dadurch vorangetrieben. Bewusst wird dabei auf die manchmal schwierige Ich-Perspektive verzichtet.
Zunächst dominiert ehrliche und gute Ermittlungsarbeit ohne Schnörkel und allzugroße Action. Das gefällt mir ganz gut, weil dadurch eine permanente leichte Spannung gehalten wird. Nach 2 bzw. 3 "Anfängerfehlern" des Teams überspitzen sich die Ereignisse und die Spannung legt zu. Das Buch wird dadurch immer mehr zum Thriller. Einige Dinge blieben am Schluss leider etwas im Dunkeln. Auch für Helga gab es kein Happy-End, dafür Zündstoff für einen zweiten Teil.

Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Insbesondere das Einbeziehen der isländischen Natur und des besonderen Polizeiwesens ist gut gelungen. Trotz der Ermittlerfehler vergebe ich 5 Sterne, weil dadurch die Story nochmal so richtig spannend wurde.