Sehr spannender Islandthriller mit Schwächen im letzten Drittel
Mich hat das Cover sofort angesprochen, da ich Island sehr mag und Thriller aus nordischen Ländern sowieso. Zudem bin ich als Leser sofort mitten im Fall, wobei das "Kennenlernen" der Protagonisten bzw. des Ermittlerteams trotzdem gut gelungen ist, da ich Stück für Stück mehr von ihnen erfahre. Außerdem finde ich super, dass ich nicht nur aus aus ganz unterschiedlichen Perspektiven alles betrachte bzw. erlebe sondern auch noch noch die Gedanken der unterschiedlichen Personen zu lesen bekomme. Mit Helga und Bjarki haben die Autoren zwei sehr facettenreiche Hauptcharaktere geschaffen, die mir durchaus sympathisch gewesen sind. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Miteinander des Teams und auch die Strukturen der Bürokratie Erwähnung finden, da es auch Probleme gibt. ich finde es sehr gut wie ich die Ermittlungen verfolgen kann und die Geschichte ist sehr spannend, so dass ich zwischendurch quasi den Atem angehalten habe, vor lauter Angst, was wem passiert bzw. passieren könnte. Nach ca. 2/3 des Buches habe ich mich gewundert, dass noch so viele Seiten über sind und mich gefragt, was jetzt noch passiert, da das Team nun weiß, wer der Täter ist. Ich als Leser weiß schon vorher einiges von ihm, da seine Perspektive und Gedanken immer wieder in kursiver Schrift im Buch eingeflochten werden. Auch wenn im letzten Drittel Island und dessen Besonderheiten der Landschaft sowie die isländischen Pferde und das Reiten bzw. auch der Tourismus zum Zuge kommen, fand ich das Ende bezüglich des eigentlichen Falls eher künstlich "aufgeblasen". Der "Nachspann" hat mich zusätzlich überrascht, insbesondere weil da die menschliche und private Seite die Hauptrolle spielte. Trotz des letzten Drittels, was es für mich in der Art nicht gebraucht hätte, ein sehr guter Thriller und deswegen fünf Sterne. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.