Außergewöhnlich
Elias Hirschl schreibt über Franziska Denk, ein Mädchen mit einer ganz verrückten Krankheit: Jedes Mal, wenn sie von einer Krankheit hört oder darüber liest, bekommt sie sofort die Symptome. In der Leseprobe hat sie zum Beispiel plötzlich die Pest, nur weil die Erwachsenen im Wohnzimmer darüber geredet haben und sie heimlich gelauscht hat. Das ist so eine spannende Idee, dass Worte eine so direkte Macht über den Körper haben können!
Besonders interessant fand ich die Atmosphäre in diesem intellektuellen Haushalt in Wien, wo berühmte Denker wie Ludwig Wittgenstein einfach so im Wohnzimmer sitzen. Man merkt richtig, wie anstrengend es für die Mutter Margarethe sein muss, Franziska vor allen "gefährlichen" Wörtern zu schützen und sogar Handtücher vor die Tür zu legen, damit kein Wort durchdringt.
Später flieht die Familie nach Amerika, und dort wird es noch spannender. Franziska fängt an, tote Sprachen zu lernen, und das scheint ihr irgendwie zu helfen, sich gegen die Krankheiten zu "impfen". Es ist ein sehr kluges Buch, das einen zum Nachdenken bringt, wie wir eigentlich miteinander sprechen und was Sprache mit uns macht. Auch wenn manche Stellen mit der Philosophie ein bisschen kompliziert waren, wollte ich unbedingt wissen, ob Franziska am Ende die "perfekte Sprache" findet. Ein wirklich außergewöhnlicher Roman!
Besonders interessant fand ich die Atmosphäre in diesem intellektuellen Haushalt in Wien, wo berühmte Denker wie Ludwig Wittgenstein einfach so im Wohnzimmer sitzen. Man merkt richtig, wie anstrengend es für die Mutter Margarethe sein muss, Franziska vor allen "gefährlichen" Wörtern zu schützen und sogar Handtücher vor die Tür zu legen, damit kein Wort durchdringt.
Später flieht die Familie nach Amerika, und dort wird es noch spannender. Franziska fängt an, tote Sprachen zu lernen, und das scheint ihr irgendwie zu helfen, sich gegen die Krankheiten zu "impfen". Es ist ein sehr kluges Buch, das einen zum Nachdenken bringt, wie wir eigentlich miteinander sprechen und was Sprache mit uns macht. Auch wenn manche Stellen mit der Philosophie ein bisschen kompliziert waren, wollte ich unbedingt wissen, ob Franziska am Ende die "perfekte Sprache" findet. Ein wirklich außergewöhnlicher Roman!