Eine Zeit des Aufbruchs schon auf den ersten Seiten so spürbar!
Elias Hirschls Roman "Schleifen" hinterlässt einen starken Leseeindruck bei mir. Die Figur von Franziska und ihre ausgeprägte Hypochondrie hat unglaublich viel Potenzial für eine bizarre Story, auf die ich mehr als neugierig bin. Die Zeit, in der der Roman spielt: Bildet sich so spannend und vielfältig schon in den ersten Seiten ab, was für ein Genuss! Eine Zeit, in der man sich zum literarisch-philosophischen Salon traf und die geistige Welt so im Aufbruch war, das spürt man schon in den ersten 28 Seiten. Der kleine Exkurs auf die ferne Insel, der Forscherdrang, das Fremde, das einbricht ins gewohnte, aber auch die Enge der eigenen Welt und die Bedrohungen, die ihr inneliegen, alles schon so sehr spürbar in diesem ersten Abschnitt, der auch sprachlich durchweg glänzt. Hier würde ich extrem gern weiterlesen und mehr über Franziska und ihre Reise durch diese Zeit, aber auch über die großen Geisteswissenschaftler und ihre Entdeckungen und Gedankenwelten erfahren. Das Cover gefällt mir auch ausnehmend gut, hatte auf mich eine richtige Sogwirkung. Ich rezensiere auf allen gängigen Seiten und Foren.