Jedes Wort ein Symptom

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
hyakinthos Avatar

Von

Schon die ersten Seiten von Schleifen haben mich sofort gefesselt. Elias Hirschl entwirft ein ebenso originelles wie gedankenreiches Szenario, in dem Sprache unmittelbare körperliche Wirkung entfaltet. Die Idee, dass Franziska Denk jede Krankheit bekommt, von der sie hört, ist ebenso verstörend wie faszinierend und eröffnet spannende Fragen nach der Macht von Sprache.

Besonders angesprochen hat mich der Umgang mit toten Sprachen. Als Latein- und Altgriechischstudent habe ich einen besonderen Bezug zu ihnen und finde es äußerst spannend, dass Franziska sich gerade mithilfe ausgestorbener Sprachen gegen ihr Leiden immunisiert. Sprache erscheint hier nicht nur als theoretisches System, sondern als lebendige, formende Kraft.

Insgesamt wirkt die Leseprobe sehr unterhaltsam und sie hat große Lust auf die weitere Lektüre gemacht!