Ambivalent

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sonne70 Avatar

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Ich schwanke zwischen Begeisterung und Verwirrtheit, zwischen "Ist das Kunst oder kann das weg?" und zwischen "Ist das grandios oder am Rande des lesbaren?".

Dass das Buch aus einer losen Sammlung von Kurzgeschichten entstanden ist, merkt man und fördert nicht gerade den Lesefluss. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung und sicher auch bereichernd für Sprachinteressierte, die sich darauf einlassen können.

Das Buch dreht sich um sprachphilosophische Fragen. Im Mittelpunkt steht ein erfundenes Wissenschaftlerpaar: die im Umfeld des Wiener Kreises aufgewachsene Sprachwissenschaftlerin Franziska Denk und der Mathematiker Otto Mandl. Gemeinsam suchen sie nach der perfekten Sprache.

Dabei drehen sie Schleife um Schleife um Schleife und dann schleift es eben auch ein bisschen.

In jedem Fall sprachlich interessant und sehr besonders, kafkares und für mich leider an der Grenze des lesbaren.

Ein Genuss war es nicht, aber durchaus eine Erfahrung. Das Cover ist toll!