Berichterstattung statt unterhaltsamer Lektüre
Elias Hirschl bietet in seinem neuen Roman vieles, aber nicht das, was ich von einem Buch erwarte. Statt einer zusammenhängenden Geschichte liest sich das als Roman gekennzeichnete „Schleifen“ vielmehr wie eine wirre Kurzgeschichtensammlung mit mehr oder minder aufeinander verweisenden Bezügen. Hirschl unternimmt ständig neue Ausflüge in Nebenhandlungen mit neuen Charakteren, die oftmals für die weitere Geschichte – wenn man sie denn so nennen will – unwichtig sind oder deren Sinnhaftigkeit nicht nachvollzogen werden kann. Einen roten Faden sucht man hier meist vergebens. Dafür kann Hirschl mit Sprachversuchen begeistern, die deutsche Sprache und Sprache allgemein neu zu betrachten, indem er seine Figuren (allen voran die Protagonisten Franziska Denk und Otto Mandl) allerlei abstruse Ideen entwickeln lässt: Von einer Universalsprache bis hin zu sich selbst beschreibender oder auflösender Sprache ist alles dabei. Hirschl inszeniert diese Sprachversuche gekonnt in Form von egodischer Literatur (sogar mit fiktiven Quellenverweisen) – das habe ich definitiv noch nicht gesehen, ist erfrischend und interessant. Dies bleibt in Anbetracht des 400 Seiten Buches für mich jedoch die Ausnahme. Denn leider lässt er einige Charaktere, insbesondere Mandl, Lösungen für Sprachverirrungen in der Mathematik suchen, wobei ich inhaltlich ausgestiegen bin.
„Schleifen“ war mein erstes Buch von Elias Hirschl. Rückblickend hätte ich mir gewünscht, es wäre besser gekennzeichnet gewesen, wie wirr dieses Buch werden wird (dies scheint wohl Rezensionen anderer Bücher von ihm nach zu urteilen sein Schreibstil zu sein). Einen roten Faden, eine zusammenhängende Geschichte, Charakterentwicklung, ein Spannungsbogen – all das bleibt zurück, stattdessen mutet „Schleifen“ eher wie ein sehr, sehr langer Bericht an, der mich durch die Seiten hat kämpfen lassen. Schade! Da hatte ich mir etwas anderes erhofft.
„Schleifen“ war mein erstes Buch von Elias Hirschl. Rückblickend hätte ich mir gewünscht, es wäre besser gekennzeichnet gewesen, wie wirr dieses Buch werden wird (dies scheint wohl Rezensionen anderer Bücher von ihm nach zu urteilen sein Schreibstil zu sein). Einen roten Faden, eine zusammenhängende Geschichte, Charakterentwicklung, ein Spannungsbogen – all das bleibt zurück, stattdessen mutet „Schleifen“ eher wie ein sehr, sehr langer Bericht an, der mich durch die Seiten hat kämpfen lassen. Schade! Da hatte ich mir etwas anderes erhofft.