Roter Faden gesucht
Ich kann dieses Buch ganz schwer einordnen. Die Thematik der Sprachwissenschaft fand ich spannend in der Leseprobe. Ich konnte ihr auch folgen, wobei es schon sehr abgehoben und abstrakt wird. Aber mit dem Gesamtwerk konnte ich mich dann nicht anfreunden.
Die Sprache ist sehr nüchtern. Das passt zum akademischen Umfeld der Figuren und verstärkt diesen verkopften Eindruck des Geschehens und der Charaktere. Es wird aber gleichzeitig nicht immer ganz stringent durchgezogen. So wird Franziska erst "Denk" genannt in einem Absatz - wie in einer wissenschaftlichen Abhandlung "Denk stellt fest"/"Denk behauptet" - , nur um dann im nächsten Satz wieder Franziska genannt zu werden. Nachteil dieses Stils ist natürlich, dass es wenig bis keine Nähe zu den Figuren gibt.
Positiv ist aber noch, dass der Stil später immer mal wieder etwas aufgebrochen wird, wenigstens im Layout, mit Dialogen oder unlesbaren (weil unverständlichen) Passagen.
Ich gehe absolut bei den Stimmen mit, dass es zu viele unterschiedliche Personen und Geschehnisse gibt. Dass die Mathematik immer wichtiger wird, war mir dann doch zu viel. Das hatte ich unterschätzt. Heute gibt es aber weniger Universalgelehrte wie Franziskas Mutter es war - Sprachwissenschaft oder Mathematik - eins von beiden hätte als Themenfeld ausgereicht.
Dazu dann noch die ganzen Namen und Personen - das hat mir oft die Lust am Weiterlesen genommen. Dadurch, dass ich eh schon nicht mit ihnen mitfühlen konnte, hatte ich wenig Interesse, mich immer reinzudenken.
Als literarisches Experiment und "Wortkunstwerk" kann Schleifen lohnend sein. Wegen der Geschichte würde ich es aber nicht empfehlen zu lesen.
Die Sprache ist sehr nüchtern. Das passt zum akademischen Umfeld der Figuren und verstärkt diesen verkopften Eindruck des Geschehens und der Charaktere. Es wird aber gleichzeitig nicht immer ganz stringent durchgezogen. So wird Franziska erst "Denk" genannt in einem Absatz - wie in einer wissenschaftlichen Abhandlung "Denk stellt fest"/"Denk behauptet" - , nur um dann im nächsten Satz wieder Franziska genannt zu werden. Nachteil dieses Stils ist natürlich, dass es wenig bis keine Nähe zu den Figuren gibt.
Positiv ist aber noch, dass der Stil später immer mal wieder etwas aufgebrochen wird, wenigstens im Layout, mit Dialogen oder unlesbaren (weil unverständlichen) Passagen.
Ich gehe absolut bei den Stimmen mit, dass es zu viele unterschiedliche Personen und Geschehnisse gibt. Dass die Mathematik immer wichtiger wird, war mir dann doch zu viel. Das hatte ich unterschätzt. Heute gibt es aber weniger Universalgelehrte wie Franziskas Mutter es war - Sprachwissenschaft oder Mathematik - eins von beiden hätte als Themenfeld ausgereicht.
Dazu dann noch die ganzen Namen und Personen - das hat mir oft die Lust am Weiterlesen genommen. Dadurch, dass ich eh schon nicht mit ihnen mitfühlen konnte, hatte ich wenig Interesse, mich immer reinzudenken.
Als literarisches Experiment und "Wortkunstwerk" kann Schleifen lohnend sein. Wegen der Geschichte würde ich es aber nicht empfehlen zu lesen.