Speziell, aber lohnt sich
Franziska Denk, geboren in eine geistig sehr besondere Verbindung der Eltern Margarethe und Carl - sie eine Mathematikerin, er Sprachforscher und beide Mitglieder des Wiener Kreises bis zu ihrer Flucht aus dem nationalsozialistischen Österreich in die USA. Dort ergeht es ihnen mäßig; die Eltern leben nicht mehr lange und das Kind findet sich bald alleine wieder. Die Kindheit war dennoch prägend für die spätere Sprachwissenschaftlerin - sie litt einerseits unter dem seltsamen Leiden, Krankheiten, von denen sie hörte oder las, unmittelbar selbst zu bekommen, und ihr Vater schickte von seinen sprachanthropologischen Exkursionen detaillierte Schilderungen der entlegensten Sprachinseln. Ihre eigene Theorie entwickelt sie gemeinsam mit Otto Mandl, einem überragenden Mathematiker (Muster wiederholen sich) und begibt sich auf die Suche nach der perfekten Sprache.
Das Thema ist für einen Roman gleichermaßen anspruchsvoll wie verführerisch und wird hier meist souverän, aber teils etwas kompliziert (über Referenzen und wenig Leichtigkeit) eingelöst.
Das Thema ist für einen Roman gleichermaßen anspruchsvoll wie verführerisch und wird hier meist souverän, aber teils etwas kompliziert (über Referenzen und wenig Leichtigkeit) eingelöst.