Wenn Sprache weh tut
Elias Hirschls Schleifen ist eines dieser Bücher, bei denen man sich ziemlich schnell fragt, ob man selbst das eigentliche Problem ist. Der Roman ist hochintelligent, theoretisch aufgeladen und so ambitioniert, dass man sich beim Lesen fühlt, als würde man geistig barfuß durch ein CERN-Labor laufen – beeindruckend, aber schmerzhaft und maximal überfordernd.
Dabei ist die Grundidee eigentlich großartig: Franziska leidet an einer seltenen Erkrankung, durch die sie jede Krankheit körperlich spürt, sobald sie davon hört oder liest. Sprache wird für sie zur Gefahr. Gemeinsam mit dem Mathematiker Otto versucht sie deshalb, eine perfekte, eindeutige Sprache zu entwickeln – ein faszinierender Ansatz zwischen Wissenschaft, Philosophie und Literatur. Leider verliert sich der Roman immer wieder in sehr verworrenen Nebenhandlungen, die das ohnehin anspruchsvolle Gedankengebäude zusätzlich vernebeln.
So klug Schleifen auch ist, emotional hat es mich kaum erreicht. Schmerz, Nähe und Verzweiflung bleiben überraschend kühl, fast steril. Am Ende bleibt mein Eindruck eines extrem schlauen Buches, das viel weiß und viel denkt – und mich dabei konstant ein bisschen dumm fühlen lässt. Bewundernswert, ja. Verstanden? Leider eher nicht.
Dabei ist die Grundidee eigentlich großartig: Franziska leidet an einer seltenen Erkrankung, durch die sie jede Krankheit körperlich spürt, sobald sie davon hört oder liest. Sprache wird für sie zur Gefahr. Gemeinsam mit dem Mathematiker Otto versucht sie deshalb, eine perfekte, eindeutige Sprache zu entwickeln – ein faszinierender Ansatz zwischen Wissenschaft, Philosophie und Literatur. Leider verliert sich der Roman immer wieder in sehr verworrenen Nebenhandlungen, die das ohnehin anspruchsvolle Gedankengebäude zusätzlich vernebeln.
So klug Schleifen auch ist, emotional hat es mich kaum erreicht. Schmerz, Nähe und Verzweiflung bleiben überraschend kühl, fast steril. Am Ende bleibt mein Eindruck eines extrem schlauen Buches, das viel weiß und viel denkt – und mich dabei konstant ein bisschen dumm fühlen lässt. Bewundernswert, ja. Verstanden? Leider eher nicht.