Spannende Hexengeschichte mit ein paar Schwächen
Die Idee von „School of Witches – Die Zeit der Hexen“ hat mir gut gefallen. Eine Hexenschule im 19. Jahrhundert, eine Zeitreise in die Gegenwart und die Unterschiede zwischen den beiden Jahrhunderten – das fand ich interessant. Gerade die Frage, wie sich die Welt verändert hat und wie jemand aus einer anderen Zeit damit zurechtkommt, hat mich neugierig gemacht.
Das Cover spricht mich allerdings nicht besonders an. Es wirkt auf mich etwas künstlich und nicht so fein gezeichnet, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Zeichnungen im Buchinneren finde ich dagegen sehr schön. Die haben mir deutlich besser gefallen als die Gestaltung außen.
Gina Mayers Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte fand ich spannend und die Idee mit den verschiedenen Zeitebenen insgesamt gut umgesetzt. Allerdings waren es mir stellenweise etwas zu viele Zeitsprünge. Manchmal musste ich erst überlegen, bei welcher Person und in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Das hat mich beim Lesen zwischendurch etwas gestört.
Auch mit den Figuren bin ich nicht immer ganz warm geworden. Grundsätzlich haben sie mir gefallen, aber manche Reaktionen und Entscheidungen konnte ich nicht so gut nachvollziehen. Da hätte ich mir an einigen Stellen etwas mehr gewünscht.
Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen. Das Thema hat mich interessiert und die Geschichte war unterhaltsam genug, dass ich auch den nächsten Teil lesen möchte. Wer Hexengeschichten und Zeitreisen mag, könnte hier auf seine Kosten kommen.