Demokratie und Teilhabe in der Schule
Schon das Vorwort von Tupoka Ogette hat mir sehr gut gefallen, weil es deutlich macht, dass Schule für Kinder sehr unterschiedliche Erfahrungen bedeuten kann bzw. in der Vergangenheit hatte. Ihre Erfahrung und Diagnose ist, dass Schwarze Kinder, migrantisierte Kinder und Kinder of Color auch heute noch mit Härte und Rassismus im Schulsystem konfrontiert sind – und dass sich darin für manche Eltern Erfahrungen wiederholen, die sie selbst schon in ihrer Schulzeit gemacht habe. Damit ist von Anfang an klar: Es geht in diesem Buch nicht nur um einzelne problematische Situationen, sondern um Strukturen und Machtverhältnisse.
Genau diesen Blick führt die Autorin weiter. Nach zehn Jahren als Lehrerin beschreibt sie Schule als einen Ort mit klaren Machtverhältnissen und fordert einen macht-, rassismus- und diversitätssensiblen Blick auf das Bildungssystem. Der zugespitzte Satz „Herzlich willkommen im deutschen Schulsystem. Heute auf dem Stundenplan: Machtmissbrauch.“ gibt dabei ziemlich deutlich die Richtung vor.
Gut gefallen hat mir, dass die Kritik trotzdem nicht einfach bei einzelnen Lehrkräften stehen bleibt, auch wenn mich dieser Punkt hinsichtlich der Umsetzung flächendeckender Maßnahmen extrem beschäftigt. Kritisiert wird vielmehr auch ein System, das Lehrkräfte mit vielen Herausforderungen allein lässt und sich gleichzeitig zu oft seiner eigenen Verantwortung entzieht. Besonders treffend fand ich in der Leseprobe auch die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Brennpunktschule“. Da erinnert mich das Buch auch stark an jenes von Melisa Erkurt.
Spannend und wichtig fand ich außerdem, dass das Buch rechte Narrative nicht ausschließlich bei der AfD verortet. Die Autorin zeigt, wie Vorstellungen von Migration, Leistung, Disziplin oder vermeintlich „schwierigen“ Schüler*innen auch aus der sogenannten demokratischen Mitte heraus reproduziert werden – und dass die Folgen vor allem jene Kinder treffen, die ohnehin weniger gesellschaftliche Macht haben.
Für mich macht gerade diese Verbindung aus persönlicher Erfahrung, schulischem Alltag und struktureller Kritik das Buch interessant, hoffe aber dass trotzdem wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Bildungswissenschaft stärker im Laufe des Buches einfließen. Das wird durch die Leseprobe nicht so klar. Ich wäre jedenfalls gespannt auf den Rest des Buches, das ich als wichtigen Beitrag gegen den Stillstand der politischen Debatte empfinde. Abschließend muss ich leider sagen, dass mich das Cover leider gar nicht abholt.
Genau diesen Blick führt die Autorin weiter. Nach zehn Jahren als Lehrerin beschreibt sie Schule als einen Ort mit klaren Machtverhältnissen und fordert einen macht-, rassismus- und diversitätssensiblen Blick auf das Bildungssystem. Der zugespitzte Satz „Herzlich willkommen im deutschen Schulsystem. Heute auf dem Stundenplan: Machtmissbrauch.“ gibt dabei ziemlich deutlich die Richtung vor.
Gut gefallen hat mir, dass die Kritik trotzdem nicht einfach bei einzelnen Lehrkräften stehen bleibt, auch wenn mich dieser Punkt hinsichtlich der Umsetzung flächendeckender Maßnahmen extrem beschäftigt. Kritisiert wird vielmehr auch ein System, das Lehrkräfte mit vielen Herausforderungen allein lässt und sich gleichzeitig zu oft seiner eigenen Verantwortung entzieht. Besonders treffend fand ich in der Leseprobe auch die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Brennpunktschule“. Da erinnert mich das Buch auch stark an jenes von Melisa Erkurt.
Spannend und wichtig fand ich außerdem, dass das Buch rechte Narrative nicht ausschließlich bei der AfD verortet. Die Autorin zeigt, wie Vorstellungen von Migration, Leistung, Disziplin oder vermeintlich „schwierigen“ Schüler*innen auch aus der sogenannten demokratischen Mitte heraus reproduziert werden – und dass die Folgen vor allem jene Kinder treffen, die ohnehin weniger gesellschaftliche Macht haben.
Für mich macht gerade diese Verbindung aus persönlicher Erfahrung, schulischem Alltag und struktureller Kritik das Buch interessant, hoffe aber dass trotzdem wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Bildungswissenschaft stärker im Laufe des Buches einfließen. Das wird durch die Leseprobe nicht so klar. Ich wäre jedenfalls gespannt auf den Rest des Buches, das ich als wichtigen Beitrag gegen den Stillstand der politischen Debatte empfinde. Abschließend muss ich leider sagen, dass mich das Cover leider gar nicht abholt.