Missstände zu benennen ist wichtig. Veränderung braucht jedoch mehr als einen erhobenen Zeigefinger.
Das Buch greift wichtige und relevante Fragen des deutschen Bildungssystems auf. Diskriminierung, Bildungsungleichheit, die Abhängigkeit von Bildungserfolg vom Elternhaus, die selektierende Funktion von Noten und die strukturellen Herausforderungen des gegliederten Schulsystems sind Aspekte, die dringend diskutiert werden müssen. Besonders der Blick auf diskriminierende Strukturen und die Frage, wie Schule mit Vielfalt und unterschiedlichen Lebensrealitäten umgeht, ist hier sehr wichtig.
Gleichzeitig bleiben einige Aussagen zu pauschal und bilden die heutige schulische Realität nur unvollständig ab. Gerade im Bereich der diskriminierungskritischen Schulentwicklung, bei der Auswahl von Unterrichtsmaterialien, bei Fortbildungen und im Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten hat sich in den vergangenen Jahren vor allem bei mir in NRW viel entwickelt. Schulbücher beispielsweise durchlaufen Prüfverfahren, in denen auch diskriminierende Inhalte berücksichtigt werden. Dass es weiterhin einzelne Lehrkräfte gibt, die diskriminieren oder sich notwendigen Veränderungen verweigern, steht außer Frage. Daraus lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres auf Schule als Ganzes schließen.
Kritisch fällt zudem auf, dass wissenschaftliche Bezüge weitgehend fehlen. Studien, empirische Daten, Quellen und unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven hätten viele der aufgestellten Thesen fundierter und differenzierter gemacht. Stattdessen bleibt die Darstellung stark biografisch geprägt. Auch die Perspektiven der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure innerhalb von Schule kommen zu kurz.
Die angesprochenen Probleme sind relevant, doch das bloße Aufzeigen von Missständen und ein erhobener Zeigefinger reichen nicht aus, um Veränderung anzustoßen. Spannender wäre gewesen, konkrete Lösungsansätze weiterzuentwickeln, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und damit tatsächlich einen Diskurs zu eröffnen. Vielleicht erfolgt das noch im weiteren Verlauf des Buches. Denn wer Schule verändern möchte, muss nicht nur benennen, was falsch läuft, sondern auch zeigen, wie Veränderung gelingen kann.
Gleichzeitig bleiben einige Aussagen zu pauschal und bilden die heutige schulische Realität nur unvollständig ab. Gerade im Bereich der diskriminierungskritischen Schulentwicklung, bei der Auswahl von Unterrichtsmaterialien, bei Fortbildungen und im Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten hat sich in den vergangenen Jahren vor allem bei mir in NRW viel entwickelt. Schulbücher beispielsweise durchlaufen Prüfverfahren, in denen auch diskriminierende Inhalte berücksichtigt werden. Dass es weiterhin einzelne Lehrkräfte gibt, die diskriminieren oder sich notwendigen Veränderungen verweigern, steht außer Frage. Daraus lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres auf Schule als Ganzes schließen.
Kritisch fällt zudem auf, dass wissenschaftliche Bezüge weitgehend fehlen. Studien, empirische Daten, Quellen und unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven hätten viele der aufgestellten Thesen fundierter und differenzierter gemacht. Stattdessen bleibt die Darstellung stark biografisch geprägt. Auch die Perspektiven der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure innerhalb von Schule kommen zu kurz.
Die angesprochenen Probleme sind relevant, doch das bloße Aufzeigen von Missständen und ein erhobener Zeigefinger reichen nicht aus, um Veränderung anzustoßen. Spannender wäre gewesen, konkrete Lösungsansätze weiterzuentwickeln, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und damit tatsächlich einen Diskurs zu eröffnen. Vielleicht erfolgt das noch im weiteren Verlauf des Buches. Denn wer Schule verändern möchte, muss nicht nur benennen, was falsch läuft, sondern auch zeigen, wie Veränderung gelingen kann.