Schule betrifft uns am Ende alle

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annaquasdorf Avatar

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Obwohl ich selbst keine Lehrerin bin, finde ich das Thema von „Schule, aber stabil“ unglaublich spannend – gerade weil Bildung viel zu wichtig ist, um sie ausschließlich den Menschen zu überlassen, die beruflich direkt im Klassenzimmer stehen. Schule entscheidet schließlich mit darüber, welche Chancen Kinder bekommen, wie sie sich selbst wahrnehmen und ob sie sich in unserer Gesellschaft gesehen fühlen. Die ersten Seiten haben mich deshalb sehr schnell gepackt, weil Gina Waibel konkrete Situationen aus dem Schulalltag beschreibt und daran zeigt, wie schnell Vorurteile und strukturelle Ungleichheiten über Bildungswege entscheiden können. Besonders interessant finde ich den Gedanken, nicht nur das Verhalten eines Kindes zu bewerten, sondern sich zunächst zu fragen, welche Lebensrealität eigentlich dahintersteht. Der Schreibstil gefällt mir dabei sehr gut, weil er direkt, modern und teilweise provokant ist, ohne dass das Thema dadurch an Ernsthaftigkeit verliert. Gerade die Mischung aus persönlichen Erfahrungen, gesellschaftlicher Kritik und konkreten Beispielen macht die Leseprobe sehr zugänglich. Ich finde es außerdem wichtig, dass Themen wie Rassismus, soziale Herkunft, Diskriminierung und Machtverhältnisse in Schule offen angesprochen werden. Auch als Nicht-Lehrerin möchte ich verstehen, wie unser Bildungssystem funktioniert und an welchen Stellen es Menschen möglicherweise benachteiligt. Schließlich prägt Schule nicht nur Kinder, sondern damit langfristig auch unsere gesamte Gesellschaft. Genau deshalb wirkt das Buch für mich nicht wie ein Fachbuch für Pädagog*innen, sondern wie eines, das sehr viel mehr Menschen lesen sollten.