Schule darf nicht neutral gegenüber Ungerechtigkeit sein
Schon der Titel „Schule, aber stabil“ hat mich neugierig gemacht und die Leseprobe zeigt schnell, dass Gina Waibel kein klassisches Buch über die Probleme unseres Bildungssystems geschrieben hat. Statt nur aufzuzählen, was alles nicht funktioniert, stellt sie vielmehr die Frage, welche Haltung Schule heute braucht und welche Verantwortung diejenigen tragen, die sie jeden Tag gestalten.
Besonders interessant finde ich dabei die Auseinandersetzung mit dem vermeintlichen Neutralitätsgebot. Schule soll selbstverständlich kein Ort parteipolitischer Beeinflussung sein. Daraus folgt für mich aber nicht, dass Lehrkräfte schweigen müssen, wenn es um Diskriminierung, Rassismus oder die Grundwerte unserer Demokratie geht. Gerade diese Unterscheidung wird in der Leseprobe sehr deutlich und regt zum Nachdenken an.
Gut gefällt mir außerdem, dass Gina Waibel aus ihrer eigenen Erfahrung als Lehrerin schöpft. Dadurch bleiben die angesprochenen Probleme nicht abstrakt, sondern werden mit dem tatsächlichen Schulalltag verbunden. Ihr Schreibstil ist direkt und stellenweise durchaus pointiert. Man muss vermutlich nicht jeder ihrer Aussagen uneingeschränkt zustimmen, um sich mit den aufgeworfenen Fragen auseinanderzusetzen – vielleicht liegt gerade darin die Stärke eines solchen Debattenbuches.
Besonders hängen geblieben ist bei mir die Frage nach echter Chancengleichheit. Schule soll Kindern Möglichkeiten eröffnen, gleichzeitig bringen sie aber völlig unterschiedliche Voraussetzungen mit. Wie gerecht kann ein System sein, wenn es diese Unterschiede nicht ausreichend berücksichtigt? Und was müsste sich verändern, damit demokratische Bildung nicht nur auf dem Lehrplan steht, sondern tatsächlich gelebt wird?
Die Leseprobe hat bei mir jedenfalls einige Gedanken angestoßen. Ich würde gerne weiterlesen, gerade weil das Buch Themen anspricht, über die vermutlich auch kontrovers diskutiert werden kann. Für mich verspricht „Schule, aber stabil“ deshalb keine bequeme Lektüre, sondern eine, die dazu auffordert, die eigene Haltung zu hinterfragen und Schule nicht nur als Lern-, sondern auch als gesellschaftlichen Raum zu betrachten.
Besonders interessant finde ich dabei die Auseinandersetzung mit dem vermeintlichen Neutralitätsgebot. Schule soll selbstverständlich kein Ort parteipolitischer Beeinflussung sein. Daraus folgt für mich aber nicht, dass Lehrkräfte schweigen müssen, wenn es um Diskriminierung, Rassismus oder die Grundwerte unserer Demokratie geht. Gerade diese Unterscheidung wird in der Leseprobe sehr deutlich und regt zum Nachdenken an.
Gut gefällt mir außerdem, dass Gina Waibel aus ihrer eigenen Erfahrung als Lehrerin schöpft. Dadurch bleiben die angesprochenen Probleme nicht abstrakt, sondern werden mit dem tatsächlichen Schulalltag verbunden. Ihr Schreibstil ist direkt und stellenweise durchaus pointiert. Man muss vermutlich nicht jeder ihrer Aussagen uneingeschränkt zustimmen, um sich mit den aufgeworfenen Fragen auseinanderzusetzen – vielleicht liegt gerade darin die Stärke eines solchen Debattenbuches.
Besonders hängen geblieben ist bei mir die Frage nach echter Chancengleichheit. Schule soll Kindern Möglichkeiten eröffnen, gleichzeitig bringen sie aber völlig unterschiedliche Voraussetzungen mit. Wie gerecht kann ein System sein, wenn es diese Unterschiede nicht ausreichend berücksichtigt? Und was müsste sich verändern, damit demokratische Bildung nicht nur auf dem Lehrplan steht, sondern tatsächlich gelebt wird?
Die Leseprobe hat bei mir jedenfalls einige Gedanken angestoßen. Ich würde gerne weiterlesen, gerade weil das Buch Themen anspricht, über die vermutlich auch kontrovers diskutiert werden kann. Für mich verspricht „Schule, aber stabil“ deshalb keine bequeme Lektüre, sondern eine, die dazu auffordert, die eigene Haltung zu hinterfragen und Schule nicht nur als Lern-, sondern auch als gesellschaftlichen Raum zu betrachten.