Wenn Schule ihre eigene Bequemlichkeit verteidigt
Schon die Widmung "Für Friedrich Merz" hat mich zum Grinsen gebracht, bevor ich überhaupt eine Seite gelesen hatte. Klar war: Hier schreibt jemand, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Gina Waibel war zehn Jahre Lehrerin, und man merkt jeder Zeile an, dass sie genau weiß, wovon sie spricht.
Was mich sofort gepackt hat, ist der Fall von Cyrano. Ein Junge, der im Lehrerzimmer als faul und respektlos abgestempelt wird, während im Hintergrund niemand fragt, warum er morgens zu spät kommt oder nachts wach liegt. Genau in diesem Moment wird klar, worum es im Buch eigentlich geht: nicht um einzelne böse Lehrkräfte, sondern um ein System, das Kinder aussortiert, statt sie mitzudenken.
Waibels Ton ist das, was das Buch trägt. Sie schreibt, wie sie vermutlich auch spricht, mit Ironie, mit Wut, manchmal mit bitterem Sarkasmus ("Math is not mathing"), aber nie larmoyant. Die Szenen aus dem Lehrerzimmer, die Sätze, die dort fallen, sitzen tief, gerade weil sie so beiläufig gesagt werden.
Neugierig macht mich vor allem, wie sie das Konzept "Happyland" von Tupoka Ogette aufgreift und auf sich selbst anwendet. Sie stellt sich nicht über die Leute, die sie kritisiert, sondern beschreibt ihren eigenen Weg aus der Ignoranz raus. Das macht das Buch weniger zur Anklage als zur Einladung, genauer hinzusehen. Ich will wissen, wie sie das im weiteren Verlauf mit Blick auf Demokratiebildung zusammenbringt.
Was mich sofort gepackt hat, ist der Fall von Cyrano. Ein Junge, der im Lehrerzimmer als faul und respektlos abgestempelt wird, während im Hintergrund niemand fragt, warum er morgens zu spät kommt oder nachts wach liegt. Genau in diesem Moment wird klar, worum es im Buch eigentlich geht: nicht um einzelne böse Lehrkräfte, sondern um ein System, das Kinder aussortiert, statt sie mitzudenken.
Waibels Ton ist das, was das Buch trägt. Sie schreibt, wie sie vermutlich auch spricht, mit Ironie, mit Wut, manchmal mit bitterem Sarkasmus ("Math is not mathing"), aber nie larmoyant. Die Szenen aus dem Lehrerzimmer, die Sätze, die dort fallen, sitzen tief, gerade weil sie so beiläufig gesagt werden.
Neugierig macht mich vor allem, wie sie das Konzept "Happyland" von Tupoka Ogette aufgreift und auf sich selbst anwendet. Sie stellt sich nicht über die Leute, die sie kritisiert, sondern beschreibt ihren eigenen Weg aus der Ignoranz raus. Das macht das Buch weniger zur Anklage als zur Einladung, genauer hinzusehen. Ich will wissen, wie sie das im weiteren Verlauf mit Blick auf Demokratiebildung zusammenbringt.