Ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt

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In ihrem Buch „Schule, aber stabil“ macht Gina Waibel darauf aufmerksam, wie wichtig Demokratieförderung im schulischen Alltag ist. Klar und offen zeigt sie auf, wie Lehrkräfte eine diskriminierungskritische Haltung entwickeln können und wie eine rassismusarme Schulgemeinschaft gestaltet werden kann. Das Gelesene regt immer wieder dazu an, das eigene Handeln zu hinterfragen und die eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen kritisch zu reflektieren.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir besonders gut. Er ist provokant, direkt und alltagssprachlich. Dadurch wirkt das Buch sehr authentisch und Gina Waibel als Autorin nahbar. Auch die verschiedenen Stimmen aus ihrer Community tragen dazu bei und eröffnen zusätzliche Perspektiven.
Die Abfolge und Auswahl der Inhalte sind ebenfalls sehr gelungen. Thematisiert werden unter anderem Rassismus, die unterschiedliche Bewertung von Sprachen sowie Diskriminierung in Lehrwerken. Dadurch wird deutlich, wie vielschichtig Demokratiebildung ist und an wie vielen Stellen sie im schulischen Alltag eine Rolle spielt.
Mein einziger Kritikpunkt richtet sich nicht an die Autorin, sondern vielmehr an das Lektorat: Im Buch finden sich auffällig viele sprachliche und orthografische Fehler. Besonders häufig wurden Wörter durch Bindestriche falsch getrennt, beispielsweise „Fakten-vermittlung“ auf Seite 24 oder „wahr-zunehmen“ auf Seite 236.
Insgesamt ist „Schule, aber stabil“ ein wichtiges, ehrliches und inspirierendes Buch, das zum Nachdenken anregt und Lehrkräfte dazu ermutigt, Schule aktiv demokratischer und diskriminierungssensibler zu gestalten.