Pflichtlektüre
Dieses Buch sollte wohl zur Pflichtlektüre für Lehrpersonal, Schulleitungen etc werden, aber ist auch für Erziehungsberechtigte und eigentlich auch ehemalige SchülerInnen interessant. Beim Lesen realisierte ich erstmal wieder viele meiner Privilegien, die ich als weiße, gesunde, mittelständische Schülerin genossen durfte. Uns ist oft nicht klar, wie viel leichter wir es haben. Ich habe überlegt, welche Kapitel mir besonders gut gefallen haben, dann aber alle aufgezählt. Von Adultismus über Mikroagressionen und Machtmissbrauch zu rassistischen Lehrmaterial, fehlender rassismuskritischer Bildung des Lehrpersonals - jedes Thema ist wichtig und verständlich beschrieben, und macht wütend. Wie kann es sein dass im Lehramtstudium noch kein verpflichtendes Seminar zu Diskriminierung exisitert? Wieso können sich Schulleitung und Co aus der Verwantwortung nehmen, wenn es zu rassistischen Übergriffen kommt? Warum reicht ein Schild an der Schule, um allen ein gutes Gewissen zu geben?