Wichtiges Debattenbuch: Zeigt Haltung. Nicht irgendwann, sondern JETZT!
Lehrerin, Aktivistin und Bildungs-Influencerin Gina Waibel hat mit „Schule, aber stabil: Warum wir jetzt Haltung brauchen, um unser Bildungssystem zu demokratisieren“ ein hochaktuelles und wirklich wichtiges Debattenbuch geschrieben.
Der Alltag an Schulen ist besorgniserregend: Nicht nur stark überarbeitungsbedürftige Lehrpläne, Lehrermangel und -überforderung, nein vor allem auch Diskriminierung, Rassismus und beunruhigend stärkerer Einfluss rechter Akteure.
Die Autorin zeigt anhand von Situationen aus dem deutschen Schulalltag auf, wie Vorurteile und rassistische Strukturen wirken und somit (teilweise auch ungewollt bzw. unbewusst) die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund einschränken.
Außerdem räumt sie mit dem Mythos des „Neutralitätsgebots“ auf, also mit der falschen (!) Behauptung, dass Lehrkräfte in Deutschland zu politischer Neutralität verpflichtet seien. Rechte Akteure verwenden diesen Begriff oft zur Einschüchterung von Lehrkräften.
Tatsächlich sind Lehrkräfte jedoch gefordert, eine klare demokratische Haltung GEGEN extremistische Tendenzen einzunehmen!
Gerade vor dem Einfluss rechter Akteure warnt Gina Waibel eindringlich, insbesondere durch gezielte Social-Media-Kampagnen. Hier wäre eine zeitgemäße und kritische Medienbildung dringend nötig!
Der Schreibstil der Autorin ist sehr direkt, modern und frisch – trifft aber mit den aufgezeigten Beispielen und Themen voll auf den Punkt. Ich habe beim Lesen mehrmals fassungslos den Kopf geschüttelt, obwohl mir (leider) anderes aus meiner eigenen Schulzeit und auch nun aus der meines Kindes sehr bekannt vorkam.
Das Buch ist ein aufrüttelndes Plädoyer, das stark zum Nachdenken, Hinterfragen und vor allem zum Handeln auffordert:
„Ja, ich weiß: Ich habe gesagt, ich halte nichts von Hausaufgaben. Ich habe in den letzten zehn Jahren als Lehrerin auch nie welche aufgegeben, aber diese Hausaufgabe ist anders. Ihr braucht dafür kein Geld, kein Druckpapier, keine Erziehungsberechtigten, die euch dabei helfen, keinen eigenen Schreibtisch, sondern einfach nur ein bisschen Rückgrat.
In einer Zeit, in der Faschismus in Podcasts sitzt und ungestört über vier Stunden reden darf, als wäre Menschenfeindlichkeit einfach nur eine andere Meinung. In einer Zeit, in der rechte Akteure gezielt versuchen, Lehrkräfte einzuschüchtern, Schulen unter Druck zu setzen und jede Form von diskriminierungs-kritischer Bildung als Ideologie zu diffamieren. In einer Zeit, in der demokratiefeindliche Aussagen salonfähig sind, und in einer Zeit, in der die Mittel für demokratierelevante Projekte gekürzt und wichtige Organisationen als „zu links“ geframt werden – ist es enorm wichtig, dass wir Haltung zeigen.
Und vielleicht müssen wir endlich aufhören, so zu tun, als wäre Menschenwürde ein kontroverses Thema.
Deshalb ist das hier die erste, aber hoffentlich nicht letzte Hausaufgabe an Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiter*innen, Erziehungsberechtigte und eigentlich an uns alle: Zeigt Haltung. Nicht irgendwann, sondern JETZT!“
„Schule, aber stabil“ sollte Pflichtlektüre für alle werden, die mit Schule zu tun haben: Erziehungsberechtigte, Lehrer*innen, Schulleitungen und dringend auch Politiker*innen.
Ganz klare Leseempfehlung!
Vielen Dank an den EMF Verlag, NetGalley.de und an Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚
Der Alltag an Schulen ist besorgniserregend: Nicht nur stark überarbeitungsbedürftige Lehrpläne, Lehrermangel und -überforderung, nein vor allem auch Diskriminierung, Rassismus und beunruhigend stärkerer Einfluss rechter Akteure.
Die Autorin zeigt anhand von Situationen aus dem deutschen Schulalltag auf, wie Vorurteile und rassistische Strukturen wirken und somit (teilweise auch ungewollt bzw. unbewusst) die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund einschränken.
Außerdem räumt sie mit dem Mythos des „Neutralitätsgebots“ auf, also mit der falschen (!) Behauptung, dass Lehrkräfte in Deutschland zu politischer Neutralität verpflichtet seien. Rechte Akteure verwenden diesen Begriff oft zur Einschüchterung von Lehrkräften.
Tatsächlich sind Lehrkräfte jedoch gefordert, eine klare demokratische Haltung GEGEN extremistische Tendenzen einzunehmen!
Gerade vor dem Einfluss rechter Akteure warnt Gina Waibel eindringlich, insbesondere durch gezielte Social-Media-Kampagnen. Hier wäre eine zeitgemäße und kritische Medienbildung dringend nötig!
Der Schreibstil der Autorin ist sehr direkt, modern und frisch – trifft aber mit den aufgezeigten Beispielen und Themen voll auf den Punkt. Ich habe beim Lesen mehrmals fassungslos den Kopf geschüttelt, obwohl mir (leider) anderes aus meiner eigenen Schulzeit und auch nun aus der meines Kindes sehr bekannt vorkam.
Das Buch ist ein aufrüttelndes Plädoyer, das stark zum Nachdenken, Hinterfragen und vor allem zum Handeln auffordert:
„Ja, ich weiß: Ich habe gesagt, ich halte nichts von Hausaufgaben. Ich habe in den letzten zehn Jahren als Lehrerin auch nie welche aufgegeben, aber diese Hausaufgabe ist anders. Ihr braucht dafür kein Geld, kein Druckpapier, keine Erziehungsberechtigten, die euch dabei helfen, keinen eigenen Schreibtisch, sondern einfach nur ein bisschen Rückgrat.
In einer Zeit, in der Faschismus in Podcasts sitzt und ungestört über vier Stunden reden darf, als wäre Menschenfeindlichkeit einfach nur eine andere Meinung. In einer Zeit, in der rechte Akteure gezielt versuchen, Lehrkräfte einzuschüchtern, Schulen unter Druck zu setzen und jede Form von diskriminierungs-kritischer Bildung als Ideologie zu diffamieren. In einer Zeit, in der demokratiefeindliche Aussagen salonfähig sind, und in einer Zeit, in der die Mittel für demokratierelevante Projekte gekürzt und wichtige Organisationen als „zu links“ geframt werden – ist es enorm wichtig, dass wir Haltung zeigen.
Und vielleicht müssen wir endlich aufhören, so zu tun, als wäre Menschenwürde ein kontroverses Thema.
Deshalb ist das hier die erste, aber hoffentlich nicht letzte Hausaufgabe an Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulsozialarbeiter*innen, Erziehungsberechtigte und eigentlich an uns alle: Zeigt Haltung. Nicht irgendwann, sondern JETZT!“
„Schule, aber stabil“ sollte Pflichtlektüre für alle werden, die mit Schule zu tun haben: Erziehungsberechtigte, Lehrer*innen, Schulleitungen und dringend auch Politiker*innen.
Ganz klare Leseempfehlung!
Vielen Dank an den EMF Verlag, NetGalley.de und an Lovelybooks.de für das Rezensionsexemplar! 📚💚