Starke kulturelle Einblicke
Yu Ling betreut als Kindermädchen für eine wohlhabende Familie in Peking den kleinen Kuan Kuan. Zusammen mit ihrem Freund fasst sie den Plan, das Kind zu entführen, um ihrem belastenden Leben zu entkommen. Doch noch bevor sie handeln kann, gerät die Familie durch einen politischen Skandal ins Wanken. Der Vater und der Großvater werden verhaftet, die Mutter verschwindet, und Yu Ling bleibt allein mit dem Jungen zurück.
Ich bin ohne großes Vorwissen in „Schwanentage“ gestartet und habe erst einmal einfach gelesen. Ich habe die Geschichte genossen, die Figuren, die Sprache, diesen Blick in einen chinesischen Haushalt, der mir fremd war und mich wahrscheinlich gerade deshalb so faszinierend hat. Erst nach dem Lesen habe ich mich intensiver mit den gesellschaftlichen Hintergründen Chinas beschäftigt und gemerkt, wie klug und vielschichtig dieser Roman eigentlich angelegt ist. Ich habe es gehalten wie in meinem ganzen Leben, erst fühlen, dann einordnen und verstehen 😉.
Dieser Roman ist gesellschaftskritisch hoch relevant, aber nicht trocken oder belehrend. Die Geschichte ist wachrüttelnd, emotional und stellenweise echt humorvoll. Ich finde es extrem wichtig und richtig, wie nachvollziehbar die Beweggründe der Figuren aus der unteren gesellschaftlichen Schicht erzählt werden. Im Roman handelt die Protagonistin nicht aus Bosheit. Es ist ihr Versuch, durch die Entführung ihres Sprösslings ein besseres Leben zu erpressen. Dabei ist ihr aber enorm wichtig, dass der Junge nichts davon mitbekommt oder verängstigt wird.
Yu Ling ist eine großartig gezeichnete Hauptfigur. Ihre Liebe zu Kuan Kuas ist echt und tief und steht doch ständig im Konflikt mit ihrem Wunsch nach Veränderung. Diese Ambivalenz trägt den Roman. Dazu kommen Nebenfiguren, die fast beiläufig für Leichtigkeit sorgen, etwa die angebliche Geliebte des Vaters und natürlich der „Schwan“, der sowohl Symbol für den Glanz der Familie, aber auch alles, was dahinter steckt ist.
Die Sprache mal poetisch, dann wieder klar. Der Plottwist am Ende war grandios. Hier würde ich mir tatsächlich eine Fortsetzung wünschen.
Ich bin ohne großes Vorwissen in „Schwanentage“ gestartet und habe erst einmal einfach gelesen. Ich habe die Geschichte genossen, die Figuren, die Sprache, diesen Blick in einen chinesischen Haushalt, der mir fremd war und mich wahrscheinlich gerade deshalb so faszinierend hat. Erst nach dem Lesen habe ich mich intensiver mit den gesellschaftlichen Hintergründen Chinas beschäftigt und gemerkt, wie klug und vielschichtig dieser Roman eigentlich angelegt ist. Ich habe es gehalten wie in meinem ganzen Leben, erst fühlen, dann einordnen und verstehen 😉.
Dieser Roman ist gesellschaftskritisch hoch relevant, aber nicht trocken oder belehrend. Die Geschichte ist wachrüttelnd, emotional und stellenweise echt humorvoll. Ich finde es extrem wichtig und richtig, wie nachvollziehbar die Beweggründe der Figuren aus der unteren gesellschaftlichen Schicht erzählt werden. Im Roman handelt die Protagonistin nicht aus Bosheit. Es ist ihr Versuch, durch die Entführung ihres Sprösslings ein besseres Leben zu erpressen. Dabei ist ihr aber enorm wichtig, dass der Junge nichts davon mitbekommt oder verängstigt wird.
Yu Ling ist eine großartig gezeichnete Hauptfigur. Ihre Liebe zu Kuan Kuas ist echt und tief und steht doch ständig im Konflikt mit ihrem Wunsch nach Veränderung. Diese Ambivalenz trägt den Roman. Dazu kommen Nebenfiguren, die fast beiläufig für Leichtigkeit sorgen, etwa die angebliche Geliebte des Vaters und natürlich der „Schwan“, der sowohl Symbol für den Glanz der Familie, aber auch alles, was dahinter steckt ist.
Die Sprache mal poetisch, dann wieder klar. Der Plottwist am Ende war grandios. Hier würde ich mir tatsächlich eine Fortsetzung wünschen.