Charmant mit zu langatmigem Einstieg.
Ein charmanter Einstieg mit einer kurzen Episode über das Erwachsenwerden in einer zwiespältigen Beziehung zum eigenen Vater als rotem Faden. Charmant, aber mir deutlich zu langatmig. Nach dreißig Seiten sind wir immer noch nicht so recht beim Kern der Geschichte. „Wie die Leute Signora Raimondi mit Blicken Gewalt antaten“ - interessante Zwischentöne, pointiert benannt. Durch teilweise zu viel Detailreichtum dann aber wieder abflauend. Schade. Die Grundidee des eingeflochtenen Kriminalfalls finde ich spannend, die Umsetzung insgesamt konnte mich aber nicht packen. Zusätzlich habe ich generell keinen Bezug zu den Sechzigern und Siebzigern, inklusive deren Lebensgefühl, weshalb die Atmosphäre mich nicht abzuholen vermag. Dennoch eine ganz ordentliche Schreibleistung mit einigen schönen Bonmots.
Das Cover passt inhaltlich und macht das beschriebene Lebensgefühl einfühlbar.
Das Cover passt inhaltlich und macht das beschriebene Lebensgefühl einfühlbar.