Bruch im Familienbild
Das Buch Schwarzer September steuert unaufhaltsam auf das Ende einer behüteten Kindheit zu. Erzählt wird im Rückblick von einem Erwachsenen, der sich in sein kindliches, zwölfjähriges ich zurückversetzt. Er ist Sohn einer Irin und eines italienischen Anwalts und genießt eine unbeschwerte Kindheit. Allerdings stellt sein zwölfter Sommer in Fiumetto an der ligurischen Küste, der ihn zum Teenager macht, sein Leben auf den Kopf. Die entscheidende Frage, die es zu beantworten gilt, ist, ob der Junge durch sein Eingreifen den Verlauf der Geschichte hätte ändern können. Sehr einfühlsam und ausdrucksstark erzählt. Man wird hautnah in die siebziger Jahre und ihr Lebensgefühl versetzt. Lange Zeit bleibt der Leser im Unklaren, was die große Katastrophe im September nach einem eigentlich glücklichen Sommer sein wird, sodaß ein Spannungsbogen entsteht.