Das Ende der Unschuld unter der Sonne der Toskana
Sandro Veronesi, zweifacher Strega-Preisträger, entführt seine Leser in seinem Roman „Schwarzer September“ (Originaltitel: „Settembre nero“) in den Sommer 1972 an die ligurische Küste Italiens. Es ist eine Coming-of-Age-Geschichte, die den Übergang von der unbeschwerten Kindheit ins Erwachsenenalter vor dem Hintergrund historischer Ereignisse beleuchtet.
Im Zentrum der Erzählung steht der zwölfjährige Gigio Bellandi, der wie jeden Sommer mit seiner Familie in Fiumetto verbringt. Seine Tage sind geprägt von der Sehnsucht nach Astel, einem Mädchen mit dunkler Hautfarbe, in das er verliebt ist. Veronesi zeichnet ein atmosphärisch dichtes Bild dieses Sommers, erfüllt vom Geruch des Meeres, der Musik der 70er Jahre und den ersten zarten Gefühlen der Liebe. Der Roman ist aus der Perspektive des erwachsenen Gigio erzählt, der 50 Jahre später auf jene prägende Zeit zurückblickt. Diese Rückschau verleiht der Geschichte eine melancholische und nostalgische Note.
Der Titel „Schwarzer September“ ist doppeldeutig. Einerseits verweist er auf das Attentat bei den Olympischen Spielen in München im September 1972, ein reales historisches Ereignis, das die Welt erschütterte. Andererseits symbolisiert er das Ende von Gigios unbeschwerter Kindheit und einen persönlichen Schicksalsschlag, der ihn in diesem Monat ereilt. Veronesi verwebt diese beiden Ebenen geschickt miteinander, ohne dabei den Fokus auf die innere Welt des Protagonisten zu verlieren. Der Roman ist kein plotgetriebener Thriller, sondern lebt von seiner ruhigen, detailreichen und poetischen Sprache. Die Atmosphäre der 1970er Jahre wird lebendig, und auch Nebenfiguren wie Gigios nerdiger Onkel Giotti erhalten Tiefe und bleiben dem Leser im Gedächtnis.
Veronesis Schreibstil ist flüssig und zieht den Leser tief in die Gefühlswelt des Heranwachsenden hinein. Die Geschichte entwickelt sich langsam, nimmt sich Zeit für Details und kleine Erlebnisse, die für das Verständnis des späteren Wendepunkts entscheidend sind. „Schwarzer September“ ist ein sensibles Porträt über den Verlust der Unschuld, die erste Liebe und die Konfrontation mit der Realität des Erwachsenseins. Es ist ein Buch für Leser, die ruhige, atmosphärische Geschichten mit historischem Tiefgang schätzen und sich auf einen melancholischen Erzählstil einlassen möchten.
Fazit: „Schwarzer September“ ist ein eindringlicher Roman über das Erwachsenwerden, der durch seine poetische Sprache, seine dichte Atmosphäre und seine tiefgründigen Charaktere besticht. Sandro Veronesi gelingt es, ein intimes Porträt eines Jungen zu zeichnen, dessen Sommer 1972 zu einem Wendepunkt in seinem Leben wird.
Im Zentrum der Erzählung steht der zwölfjährige Gigio Bellandi, der wie jeden Sommer mit seiner Familie in Fiumetto verbringt. Seine Tage sind geprägt von der Sehnsucht nach Astel, einem Mädchen mit dunkler Hautfarbe, in das er verliebt ist. Veronesi zeichnet ein atmosphärisch dichtes Bild dieses Sommers, erfüllt vom Geruch des Meeres, der Musik der 70er Jahre und den ersten zarten Gefühlen der Liebe. Der Roman ist aus der Perspektive des erwachsenen Gigio erzählt, der 50 Jahre später auf jene prägende Zeit zurückblickt. Diese Rückschau verleiht der Geschichte eine melancholische und nostalgische Note.
Der Titel „Schwarzer September“ ist doppeldeutig. Einerseits verweist er auf das Attentat bei den Olympischen Spielen in München im September 1972, ein reales historisches Ereignis, das die Welt erschütterte. Andererseits symbolisiert er das Ende von Gigios unbeschwerter Kindheit und einen persönlichen Schicksalsschlag, der ihn in diesem Monat ereilt. Veronesi verwebt diese beiden Ebenen geschickt miteinander, ohne dabei den Fokus auf die innere Welt des Protagonisten zu verlieren. Der Roman ist kein plotgetriebener Thriller, sondern lebt von seiner ruhigen, detailreichen und poetischen Sprache. Die Atmosphäre der 1970er Jahre wird lebendig, und auch Nebenfiguren wie Gigios nerdiger Onkel Giotti erhalten Tiefe und bleiben dem Leser im Gedächtnis.
Veronesis Schreibstil ist flüssig und zieht den Leser tief in die Gefühlswelt des Heranwachsenden hinein. Die Geschichte entwickelt sich langsam, nimmt sich Zeit für Details und kleine Erlebnisse, die für das Verständnis des späteren Wendepunkts entscheidend sind. „Schwarzer September“ ist ein sensibles Porträt über den Verlust der Unschuld, die erste Liebe und die Konfrontation mit der Realität des Erwachsenseins. Es ist ein Buch für Leser, die ruhige, atmosphärische Geschichten mit historischem Tiefgang schätzen und sich auf einen melancholischen Erzählstil einlassen möchten.
Fazit: „Schwarzer September“ ist ein eindringlicher Roman über das Erwachsenwerden, der durch seine poetische Sprache, seine dichte Atmosphäre und seine tiefgründigen Charaktere besticht. Sandro Veronesi gelingt es, ein intimes Porträt eines Jungen zu zeichnen, dessen Sommer 1972 zu einem Wendepunkt in seinem Leben wird.