Der Schmerz des Erwachsenwerdens

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theso Avatar

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Der Klappentext und die ersten Seiten hatten mich neugierig gemacht, doch ehrlich gesagt hat sich meine Erwartung an das Buch nicht erfüllt. Für mich hatte es seine Längen, der Autor verliert sich teilweise in den Beschreibungen der Sommertage und dem Beginn der ersten Liebe, obwohl das vorliegende Buch kein Coming of Age-Roman ist, bei dem dies angebracht sein könnte. Trotz der Längen liest man als Leser:in weiter, weil der Autor es schafft von der ersten Seite einen Spannungsbogen aufzubauen in dem er unheilvolle Vorahnungen einbaut, die ein anstehendes Unheil ankündigen. Die Auflösung hierfür erfolgt bei dem 288 Seiten umfassenden Buch jedoch erst kurz nach Seite 200, wodurch eben jene zuvor angesprochene Langatmigkeit entsteht. Im Verhältnis zum Rest des Erzählstrangs wird dann das von Vornherein mitschwingende Unheil relativ unausführlich und schnell abgehandelt, was mich als Leserin ein wenig frustriert zurückgelassen hat. Was der Autor jedoch schafft gut zu vermitteln ist das Gefühl des Umbruchs vom Kind zum Jugendlichen und die damit verbundenen Schmerzen des Erwachsenwerdens, mit all seinen Ausprägungen vom Verlust des kindlichen Interesses am Spielen bis hin zum ersten Liebeskummer.