Ende ohne Anfang oder Anfang ohne Ende

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murksy Avatar

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Ein 12jähriger, frühreifer Junge verbringt wie gewöhnlich seine Ferien am Meer. Doch dieses Mal wird der Urlaub anders verlaufen, als gedacht. Da ist die frische Liebe zu einem hübschen Mädchen nur der Auftakt.
Nun, wie bezeichnet man dieses Buch? Familiengeschichte? Oder eine dieser Coming-of-age Erzählungen. Irgendwie von allem etwas. Ganz nebenbei wird auch das Jahr 1972 reflektiert, Musik, die gehört wurde, Sportler, die berühmt waren und natürlich die dramatische Olympiade in München. All das erzählt der Autor aus Sicht des Jungen, der versucht, mit all dem klar zu kommen. Mir persönlich wirkte der Junge mit gerade einmal 12 Jahren zu erwachsen. Was mir auch erschwert hat, die Dramatik in der Geschichte ernst zu nehmen. Denn während der ersten Kapitel reizt der Autor immer wieder zum Weiterlesen, indem er ein schreckliches, alles veränderndes Ereignis vorhersagt. Selbstverständlich ist das, was dann passiert für ein Kind dramatisch. Aber irgendwie auch nicht so, dass ich nach Luft schnappend und mit zittrigen Händen das Buch weiterlesen musste. Der Stil ist gut, es macht Spaß in Erinnerungen an die alte Zeit, die tolle Musik zu schwelgen. Trotzdem wirkte das Buch auf mich irgendwie zu offen, ohne mir wirklich eine Erklärung zu liefern, warum ich jetzt die 280 Seiten gelesen habe. Für mich persönlich irgendwie nicht Halbes und nichts Ganzes.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.