Hält nicht ganz was der Klappentext verspricht
„Schwarzer September“ hinterließ bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Die Erwartungen, die durch die Zusammenfassung geweckt wurden, erfüllten sich nur teilweise, wobei ich diesen Punkt nicht überbewerten möchte. Auffällig ist jedoch, dass das eigentliche Verbrechen, das man zunächst als zentrales Handlungselement vermuten würde, vergleichsweise wenig Raum einnimmt. Auch der Umstand, dass die Angeklagte eine Schwarze ist, wird zwar erwähnt, hat für den weiteren Verlauf der Handlung jedoch keine erkennbare inhaltliche Relevanz.
Der Autor legt großen Wert auf detaillierte Beschreibungen und gedankliche Abschweifungen, was stellenweise zu einem sehr entschleunigten Erzähltempo führt. Diese ausführliche und reflektierende Erzählweise vermittelt zwar Einblicke in die Gedankenwelt und Wahrnehmung des Erzählers, erschwert jedoch gleichzeitig den Zugang zu einer klar erkennbaren Handlung. Im Verlauf des Buches stellte sich daher zunehmend die Frage, worin der eigentliche erzählerische Kern besteht oder worauf die Geschichte letztlich hinauswill.
Interessant und durchaus gelungen ist die wiederkehrende, wenn auch unregelmäßige direkte Ansprache der Lesenden. Diese erzeugt eine gewisse Nähe und lässt den Text stellenweise wie eine persönliche Erinnerung oder einen inneren Monolog erscheinen. Gleichzeitig wirkt diese Technik gelegentlich so, als würde sich der Erzähler seiner Zuhörerschaft erst wieder bewusst werden und versuchen, sie nach längeren gedanklichen Exkursen zurückzuholen.
Insgesamt lässt sich „Schwarzer September“ für mich am ehesten als eine Art Coming-of-Age-Roman einordnen, der sich stark auf die Innenwelt und Selbstwahrnehmung seines Erzählers konzentriert. Diese introspektive Ausrichtung kann zwar literarisch reizvoll sein, führt aber auch dazu, dass äußere Handlungselemente in den Hintergrund treten.
Zusammenfassend bietet das Buch interessante erzählerische Ansätze und eine eigenwillige Perspektive, bleibt jedoch in seiner Handlung und Zielrichtung stellenweise unklar. Für Leserinnen und Leser, die sich für stark reflektierende, eher handlungsarme Literatur interessieren, kann es dennoch eine lohnende Lektüre sein.
Der Autor legt großen Wert auf detaillierte Beschreibungen und gedankliche Abschweifungen, was stellenweise zu einem sehr entschleunigten Erzähltempo führt. Diese ausführliche und reflektierende Erzählweise vermittelt zwar Einblicke in die Gedankenwelt und Wahrnehmung des Erzählers, erschwert jedoch gleichzeitig den Zugang zu einer klar erkennbaren Handlung. Im Verlauf des Buches stellte sich daher zunehmend die Frage, worin der eigentliche erzählerische Kern besteht oder worauf die Geschichte letztlich hinauswill.
Interessant und durchaus gelungen ist die wiederkehrende, wenn auch unregelmäßige direkte Ansprache der Lesenden. Diese erzeugt eine gewisse Nähe und lässt den Text stellenweise wie eine persönliche Erinnerung oder einen inneren Monolog erscheinen. Gleichzeitig wirkt diese Technik gelegentlich so, als würde sich der Erzähler seiner Zuhörerschaft erst wieder bewusst werden und versuchen, sie nach längeren gedanklichen Exkursen zurückzuholen.
Insgesamt lässt sich „Schwarzer September“ für mich am ehesten als eine Art Coming-of-Age-Roman einordnen, der sich stark auf die Innenwelt und Selbstwahrnehmung seines Erzählers konzentriert. Diese introspektive Ausrichtung kann zwar literarisch reizvoll sein, führt aber auch dazu, dass äußere Handlungselemente in den Hintergrund treten.
Zusammenfassend bietet das Buch interessante erzählerische Ansätze und eine eigenwillige Perspektive, bleibt jedoch in seiner Handlung und Zielrichtung stellenweise unklar. Für Leserinnen und Leser, die sich für stark reflektierende, eher handlungsarme Literatur interessieren, kann es dennoch eine lohnende Lektüre sein.