Italienischer Sommer - 1972

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
schaebchen Avatar

Von

„Schwarzer September“ spielt an der italienischen Mittelmeerküste im Jahre 1972. Gigio, 12 Jahre, verbringt dort wie jedes Jahr seinen Sommer. Doch dieser Sommer wird anders werden und sein Leben ändern.
Alles fiebert auf die Olympiade hin, Gigio kommt seiner Strandnachbarin Astel näher, dramatische Ereignisse stehen bevor. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, der noch halb Kind ist, aber auch schon einen kleinen Erwachsenen in sich birgt, der kein großes Selbstvertrauen hat.
Sandro Veronesi erzählt die Geschichte sehr langsam und ruhig aus der Ich-Perspektive und fängt dabei den heißen trägen Sommer an der Küste sehr gut ein. Da er allerdings nur erzählt, gibt es keine auffrischenden Dialoge, das hat mir sehr gefehlt. Insgesamt gibt es wenig, was die Geschichte voran treibt, man weiß zwar, es passiert noch etwas dramatisches, aber das dauert.
Man kann das Buch am besten im Sommer in der Sonne liegend lesen, wenn man selbst träge ist. Es ist angenehm zu lesen, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen.