Letzter Sommer

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norah Avatar

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Das Cover und die Gestaltung haben mir gut gefallen, sie wirken stimmig und machen neugierig auf die Geschichte. Insgesamt fand ich das Thema interessant, auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig ist und sich sehr stark mit sportlichen Details beschäftigt.
Der Schreibstil ist gelungen: Ein Erwachsener erzählt rückblickend von seiner Kindheit und einem unvergesslichen Sommer, der offenbar sehr prägend war und sein Leben nachhaltig verändert hat. Diese Perspektive fand ich besonders eindrucksvoll.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch, da man auf verschiedene interessante Charaktere trifft. Allerdings zieht sich die Darstellung an manchen Stellen etwas in die Länge. Besonders spannend fand ich den historischen Bezug zum Attentat bei den Olympischen Spielen („Schwarzer September“) sowie die Thematisierung von Rassismus aus der Sicht eines Kindes, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.
Insgesamt ist es für mich prinzipiell eine Empfehlung: Das Buch liest sich wie eine nostalgische Erzählung eines zugleich schönen und dunklen Sommers aus der Kindheit, der einen nachhaltig im Gedächtnis bleibt.