nicht überzeugend

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
stephi19 Avatar

Von

Der Ich-Erzähler Gigio berichtet in einem Rückblick - direkt an die Lesenden gewandt - von seinem Sommer im ligurischen Fiumetto im Alter von 12 Jahren. Er erinnert mich an Oskar Matzerath wegen seiner - teils - (vor-)pubertären Erzählungen (den ich nicht besonders mochte). Bevor wir mehr von den Ereignissen des Sommers 1972 erfahren, werden zunächst sein Vater, ein Strafverteidiger, seine Mutter, seine Schwester Gilda und Astel, eine Sommerfreundin wortreich und ausschweifend vorgestellt. Schließlich Onkel Giotti. Das ist etwas mühselig.
Inhaltlich werden von Beginn an viele Anspielungen auf die alles verändernden Ereignisse gemacht, wir erfahren aber lange nicht, worum es geht.

Der Roman hat mich leider nicht überzeugt, die ausschweifende, langatmige Erzählweise wirkt so ermüdend auf mich, dass ich ihn nicht beenden mochte. Auch das Cover und der Klappentext erscheinen mir nicht so passend für die Geschichte. Im gesamten ersten Teil sind wir weder auf Astel getroffen, noch ist das Ereignis eingetreten, auf das von Beginn an immer wieder verwiesen wird. Das könnte spannend sein, so empfinde ich es aber leider nicht.