Sommer der Veränderungen

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leseratte1310 Avatar

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Gigio ist zwölf Jahre alt, als er im Sommer 1972 die etwas ältere Astel kennenlernt. Er verliebt sich und genießt die unbeschwerte Zeit am Stand von Fiumetto an der ligurischen Küste. Doch schon bald wird diese Unbeschwertheit von Dunkelheit überschattet. Astels Vater wird ermordet und die Mutter verdächtigt. Gigio Vater, der Rechtsanwalt ist, soll die Verteidigung übernehmen. Dann gibt es auch noch den Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft. Es passiert also einiges in jenem Jahr und Gigios Welt ist am Ende des Sommers nicht mehr dieselbe, die sie zuvor war.

Der Klappentext hörte sich vielversprechend an und auch die Leseprobe hatte mir gefallen, aber insgesamt hat mich dieses Buch dann enttäuscht. Meine Erwartungen waren wohl etwas anders, da ich vermutete, dass es hauptsächlich um die Aufklärung des Mordfalls gehen würde. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und nimmt nach der leichten Sommeratmosphäre eine melancholische und tragische Richtung. Der Autor Sandro Veronesi schreibt sehr detailliert über die Musik jener Zeit und die Olympischen Spiele. Ich kann mich noch gut an jene Zeit erinnern.

Die Personen sind glaubhaft dargestellt mit ihren Konflikten und Verletzlichkeit. Gigio erinnert sich als Erwachsener zurück an das Jahr 1972 und bemerkt, dass er gute Eltern hatte. Doch die Ehe seiner Eltern scheitert.

Mir kamen weder die Protagonisten nahe noch hat mich die Geschichte wirklich gepackt. Schade!