Über Kindheit, Erinnerung und den Verlust
Der Roman Schwarzer September wurde von Sandro Veronesi geschrieben und erschien 2026 im Zsolnay Verlag. Aus dem Italienischen wurde das Werk von Karin Krieger übersetzt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der zwölfjährige Gigio, der rückblickend vom Sommer 1972 erzählt – einem Sommer, der sein Leben nachhaltig verändert.
Gemeinsam mit seiner Familie verbringt Gigio wie jedes Jahr die Ferien in Fiumetto am Meer. Dort begegnet er der dreizehnjährigen Astel, für die er schnell Gefühle entwickelt. Die beiden verbindet vor allem die Musik, die ihnen Nähe und Leichtigkeit schenkt. Doch ein plötzlicher Todesfall durchbricht die sommerliche Unbeschwertheit und verändert die Atmosphäre grundlegend.
Besonders gelungen ist die dichte Darstellung des Italiens der 1970er Jahre. Veronesi schafft es, den Leser mit seinen detailreichen Beschreibungen direkt in diese Zeit zu versetzen. Sommer, Sonne, Meer und das Gefühl jugendlicher Freiheit ziehen sich durch den gesamten Roman und verleihen ihm eine melancholische Nostalgie.
Auch Gigios Familienleben wirkt authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Seine Gedanken und seine Entwicklung erscheinen altersgerecht und realistisch. Ebenso wird die Beziehung zu Astel passend zu ihrem jungen Alter eher zaghaft und kindlich dargestellt, was die Geschichte glaubwürdig macht.
Auffällig ist zudem die starke Präsenz von Musik und Sport im Roman. Obwohl der Titel auf die sportliche Tragödie des „Schwarzen September“ verweist, bleibt dieses Ereignis jedoch eher im Hintergrund und wird nur am Rande thematisiert.
Im Zentrum steht letztlich vielmehr Gigios Familiengeschichte und seine persönliche Entwicklung. Gegen Ende baut der Roman zwar noch einmal Spannung auf, doch der große emotionale Höhepunkt bleibt aus. Statt eines überraschenden oder überwältigenden Finales endet die Geschichte eher leise und hinterlässt beim Leser ein Gefühl von Unglauben und Unvollständigkeit.
Schwarzer September ist ein atmosphärischer Roman über Kindheit, Erinnerung und den Verlust von Unbeschwertheit. Besonders die eindringliche Darstellung des Italiens der 1970er Jahre sowie die ruhige, nostalgische Erzählweise machen das Buch lesenswert. Wer eine spannende Handlung oder große Wendungen erwartet, könnte jedoch enttäuscht werden, da der Fokus klar auf Stimmungen, Beziehungen und inneren Entwicklungen liegt. Insgesamt ist es ein stiller, melancholischer Roman, der eher durch seine Atmosphäre als durch dramatische Ereignisse wirkt.
Gemeinsam mit seiner Familie verbringt Gigio wie jedes Jahr die Ferien in Fiumetto am Meer. Dort begegnet er der dreizehnjährigen Astel, für die er schnell Gefühle entwickelt. Die beiden verbindet vor allem die Musik, die ihnen Nähe und Leichtigkeit schenkt. Doch ein plötzlicher Todesfall durchbricht die sommerliche Unbeschwertheit und verändert die Atmosphäre grundlegend.
Besonders gelungen ist die dichte Darstellung des Italiens der 1970er Jahre. Veronesi schafft es, den Leser mit seinen detailreichen Beschreibungen direkt in diese Zeit zu versetzen. Sommer, Sonne, Meer und das Gefühl jugendlicher Freiheit ziehen sich durch den gesamten Roman und verleihen ihm eine melancholische Nostalgie.
Auch Gigios Familienleben wirkt authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Seine Gedanken und seine Entwicklung erscheinen altersgerecht und realistisch. Ebenso wird die Beziehung zu Astel passend zu ihrem jungen Alter eher zaghaft und kindlich dargestellt, was die Geschichte glaubwürdig macht.
Auffällig ist zudem die starke Präsenz von Musik und Sport im Roman. Obwohl der Titel auf die sportliche Tragödie des „Schwarzen September“ verweist, bleibt dieses Ereignis jedoch eher im Hintergrund und wird nur am Rande thematisiert.
Im Zentrum steht letztlich vielmehr Gigios Familiengeschichte und seine persönliche Entwicklung. Gegen Ende baut der Roman zwar noch einmal Spannung auf, doch der große emotionale Höhepunkt bleibt aus. Statt eines überraschenden oder überwältigenden Finales endet die Geschichte eher leise und hinterlässt beim Leser ein Gefühl von Unglauben und Unvollständigkeit.
Schwarzer September ist ein atmosphärischer Roman über Kindheit, Erinnerung und den Verlust von Unbeschwertheit. Besonders die eindringliche Darstellung des Italiens der 1970er Jahre sowie die ruhige, nostalgische Erzählweise machen das Buch lesenswert. Wer eine spannende Handlung oder große Wendungen erwartet, könnte jedoch enttäuscht werden, da der Fokus klar auf Stimmungen, Beziehungen und inneren Entwicklungen liegt. Insgesamt ist es ein stiller, melancholischer Roman, der eher durch seine Atmosphäre als durch dramatische Ereignisse wirkt.