Wie ein träger, heißer Sommertag
Die flirrende Hitze im Italien der 70er-Jahre, Tage am Strand, die Trägheit nach vielen Stunden in der Sonne – davon handelt dieser Roman nicht nur zum Teil, so fühlt er sich auch an. Als hätte man einen leichten Sonnenstich und wäre ganz benommen vom vielen Meeresrauschen.
Der Erzähler Gigio nimmt uns in "Schwarzer September" mit zurück in seine Kindheit/Jugend und erinnert sich an den Sommer 1972, als er mit 12 die 13-jährige Astel kennengelernt hat. Er erinnert sich daran, wie sie gemeinsam die Liebe zur Musik geteilt haben, an die Olympischen Sommerspiele in München und ganz besonders an die familiäre Tragödie, die seinem Sommerflirt ein jähes Ende bereitet hat.
Diese Geschichte erzählt er aber nicht einfach gerade heraus, sondern über sehr viele Umwege, Andeutungen und teilweise Zeitsprünge. Erst am Ende des Buches erfährt man eigentlich, was genau vorgefallen ist.
Das heißt, man braucht einen langen Atem, driftet Sandro Veronesi doch teilweise in scheinbar unwesentliche Details ab und lebt seine Vorliebe für lange, verschachtelte Sätze vollends aus. Der Erzählstil erinnert ein wenig an Joel Dicker und auch Bret Easton Ellis, hat aber irgendwie seine ganz eigene Magie. Deswegen habe ich das Buch – obwohl 90% der Geschichte nichts Spektakuläres passiert – trotzdem gern gelesen und war gefühlt mit in Vinci oder in Fiuometto an der ligurischen Küste.
Der Erzähler Gigio nimmt uns in "Schwarzer September" mit zurück in seine Kindheit/Jugend und erinnert sich an den Sommer 1972, als er mit 12 die 13-jährige Astel kennengelernt hat. Er erinnert sich daran, wie sie gemeinsam die Liebe zur Musik geteilt haben, an die Olympischen Sommerspiele in München und ganz besonders an die familiäre Tragödie, die seinem Sommerflirt ein jähes Ende bereitet hat.
Diese Geschichte erzählt er aber nicht einfach gerade heraus, sondern über sehr viele Umwege, Andeutungen und teilweise Zeitsprünge. Erst am Ende des Buches erfährt man eigentlich, was genau vorgefallen ist.
Das heißt, man braucht einen langen Atem, driftet Sandro Veronesi doch teilweise in scheinbar unwesentliche Details ab und lebt seine Vorliebe für lange, verschachtelte Sätze vollends aus. Der Erzählstil erinnert ein wenig an Joel Dicker und auch Bret Easton Ellis, hat aber irgendwie seine ganz eigene Magie. Deswegen habe ich das Buch – obwohl 90% der Geschichte nichts Spektakuläres passiert – trotzdem gern gelesen und war gefühlt mit in Vinci oder in Fiuometto an der ligurischen Küste.