Bewunderung für starke Frauen

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Das Portrait einer arbeitenden Frau, die das eigene Weiterleben schafft und ihre wachsende Familie durchbringt, deckt einen Zeitraum zwischen 1913 und 1993 im Osten Deutschlands, vornehmlich in Magdeburg ab. Sie sucht sich in den wechselnden Regimen jeweils einen Platz, der sie fordert und an dem sie ihre Stärken einsetzen kann.
Lesend begleiten wir sie durch das 20. Jahrhundert und erhalten eine weibliche Perspektive auf die Ereignisse, die aus heutiger Sicht in der Vergangenheit liegen. Der Rückblick behandelt mit einer bewundernswerten Sprachgestaltung Aspekte der deutschen Geschichte und der Auswirkungen der politischen Situation auf die einfache Bevölkerung durch die Darstellung des Lebens der fiktionalen Hauptfigur.
Ich hatte mir den Roman, der auf der Liste für den Deutschen Buchpreis 2025 stand, schon länger vorgenommen. Anfang 2026 kam ich dann dazu und bin sehr begeistert. Die Thematik wird hier in einer Deutlichkeit aufgegriffen, die ergreifend ist, ohne dabei Mitleid zu erzeugen. Es bleibt allein Bewunderung für die starken Frauen des 20. Jahrhunderts.