Bitte neue Schullektüre

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tausendmund Avatar

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Ich bin sehr glücklich, dass dieses Buch so viel Aufmerksamkeit erfährt. Denn es erzählt quasi das komplette 20. Jahrhundert anhand einer Frauenbiografie. Und wie erinnert man einer Zeit besser als mit den Menschen, die sie prägten?
Hanna Krause existierte tatsächlich und erlebte von ihrer Geburt in 1913 bis zu ihrem Tod in 1992 diese unfassbaren Jahrzehnte voller Katastrophen und Wandel. Sie war Ehefrau, mehrfache Mutter, erst Blumenbinderin, später Kranführerin. Sie war Arbeiterin. Und wie die Welt, in der sie lebte, verlor sie so viel. Und baute immer wieder aus nichts alles neu auf. Die Geschichte der Magdeburger Kranführerin ist sehr berührend, oft aufwühlend und viele Male unbegreiflich. Annett Gröschner schafft es, uns Lesende gerade nah genug ranzulassen, um diese Verbindung zur Figur einzugehen, aber eben ohne Sentimentalität.
Sehe ich als Schullektüre!