Ein deutscher Jahrhundertroman
Annett Gröschner erzählt in ihrem Roman das Leben der Magdeburgerin Hanna Krause, einer einfachen Frau im 20. Jahrhundert, die so viele Umbrüche und Katastrophen erlebt hat – Kriege, politische Systeme, gesellschaftliche Veränderungen, persönliche Verluste -, dass man aus dem Staunen nicht herauskommt. Was diese Frau zu bewältigen hatte, erscheint im Rückblick unfassbar, und doch ist es ein gewöhnliches Leben, das hier lapidar erzählt wird, im besten Sinne Geschichte von unten.
Hanna Krause liebte Blumen und hatte es als junge Frau in Magdeburg zu einem kleinen Blumenladen gebracht. Jedem Kapitel ist deshalb die Beschreibung einer Blume vorangestellt, und mit diesen Blumen hat es eine besondere Bewandtnis, die hier nicht verraten werden soll, die aber dem Roman eine poetische Note verleiht. Ansonsten war Hannas Leben alles andere als poetisch, ihr Alltag war beschwerlich, und sie war vollauf damit beschäftigt, ihre Familie durch all die Notzeiten durchzubringen, die die Umstände ihr aufzwangen. Ihr Ehemann Karl war ihr keine Hilfe, sondern spätestens nach seiner frühen Invalidität eine zusätzliche Last, auch ganz wörtlich, wenn sie den Einbeinigen wieder auf dem Rücken tragen musste. Zwei ihrer sechs Kinder verlor sie im Krieg. In der DDR bekam sie schließlich die gut bezahlte Stelle als Kranführerin, der das Buch den Titel verdankt.
Keine 300 Seiten braucht die Autorin, um uns Hanna Krauses Leben sehr lebendig und anschaulich zu schildern, in klarer Sprache und immer aus Hannas Perspektive. Entstanden ist ein Jahrhundertroman, den man auch als Schullektüre empfehlen kann. Sehr lesenswert!
Hanna Krause liebte Blumen und hatte es als junge Frau in Magdeburg zu einem kleinen Blumenladen gebracht. Jedem Kapitel ist deshalb die Beschreibung einer Blume vorangestellt, und mit diesen Blumen hat es eine besondere Bewandtnis, die hier nicht verraten werden soll, die aber dem Roman eine poetische Note verleiht. Ansonsten war Hannas Leben alles andere als poetisch, ihr Alltag war beschwerlich, und sie war vollauf damit beschäftigt, ihre Familie durch all die Notzeiten durchzubringen, die die Umstände ihr aufzwangen. Ihr Ehemann Karl war ihr keine Hilfe, sondern spätestens nach seiner frühen Invalidität eine zusätzliche Last, auch ganz wörtlich, wenn sie den Einbeinigen wieder auf dem Rücken tragen musste. Zwei ihrer sechs Kinder verlor sie im Krieg. In der DDR bekam sie schließlich die gut bezahlte Stelle als Kranführerin, der das Buch den Titel verdankt.
Keine 300 Seiten braucht die Autorin, um uns Hanna Krauses Leben sehr lebendig und anschaulich zu schildern, in klarer Sprache und immer aus Hannas Perspektive. Entstanden ist ein Jahrhundertroman, den man auch als Schullektüre empfehlen kann. Sehr lesenswert!