Bewegender Roman über drei Schwestern und die Kraft familiärer Bande

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Diese sehr berührende Leseprobe, denn das Schicksal der drei Schwestern, die nach dem Krieg mit absoluter Kaltherzigkeit auseinandergerissen werden, geht einem unter die Haut. Während Gerti bei den Großeltern zurückbleibt, werden ihre beiden Schwestern in ein Heim gesteckt.

Das Konzept von Max Moors emotional bewegendem Roman, eine Geschichte über Familie, Verlust, Zusammenhalt und die komplexen Geschwisterbeziehungen zu erzählen, finde ich hochinteressant, da viele von uns diese Dynamik aus dem eigenen Leben kennen dürften.

Im Mittelpunkt stehen drei Schwestern mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, die trotz aller Unterschiede auf eine gemeinsame Vergangenheit zurückblicken, durch die sie untrennbar miteinander verbunden bleiben. Vieles, was zwischen ihnen steht, hat sich über die Jahre angesammelt. Erinnerungen werden aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrgenommen, Entscheidungen aus der Vergangenheit wirken bis in die Gegenwart hinein und belasten den Umgang miteinander.

Der Roman zeigt einfühlsam, dass neben einer tiefen, fast selbstverständlichen Verbundenheit immer auch alte, nie verheilte Wunden, Missverständnisse, unausgesprochene Begebenheiten sowie unterschiedliche Lebenswege eine wichtige Rolle im Verhältnis zueinander spielen. Jede hat ihre eigene Sichtweise, ihre eigenen Verletzungen und ihre ganz persönliche Wahrheit.

Ich bin gespannt, mehr über ihre individuellen Schicksale zu erfahren und neugierig, ob es ihnen gelingen wird, trotz aller Entfremdung wieder zueinanderzufinden.