Harsche Sprache , lässt keine Emotionen aufkommen
Die Geschichte trägt – das Nachkriegsschicksal der drei Schwestern, Hedwigs kalte Machtspiele, der hilflose Franz: das hat Substanz und emotionales Gewicht. Genau deshalb ist es schade, dass die Sprache sich zwischen Leser und Geschichte schiebt.
Viele Sätze sind stark verschachtelt und ziehen sich über mehrere Nebensätze, bevor der Gedanke ankommt – beim Lesen (erst recht beim lauten Vorlesen) verliert man den Faden, bevor die eigentliche Pointe kommt. Dazu kommt ein sehr harter, oft sarkastisch-distanzierter Ton, gerade in Hedwigs Passagen, der zwar ihre Kälte transportiert, aber auch die Leser:innen auf Abstand hält.
Dadurch bleibt die Nähe zu den Figuren auf der Strecke: Man versteht, was Gerti, Franz oder Charlotte erleiden, aber man fühlt es selten mit. Die Härte der Sprache erzeugt Distanz, wo eigentlich Empathie entstehen sollte – man beobachtet das Leid, statt es mitzuerleben.
Viele Sätze sind stark verschachtelt und ziehen sich über mehrere Nebensätze, bevor der Gedanke ankommt – beim Lesen (erst recht beim lauten Vorlesen) verliert man den Faden, bevor die eigentliche Pointe kommt. Dazu kommt ein sehr harter, oft sarkastisch-distanzierter Ton, gerade in Hedwigs Passagen, der zwar ihre Kälte transportiert, aber auch die Leser:innen auf Abstand hält.
Dadurch bleibt die Nähe zu den Figuren auf der Strecke: Man versteht, was Gerti, Franz oder Charlotte erleiden, aber man fühlt es selten mit. Die Härte der Sprache erzeugt Distanz, wo eigentlich Empathie entstehen sollte – man beobachtet das Leid, statt es mitzuerleben.