Wenn Familie keinen Schutz mehr bietet
Die Leseprobe zu „Schwestern. Trotz allem“ hat mich sofort gepackt. Schon die Szene, in der die drei Mädchen im Herbst 1945 vor dem Kloster stehen, ist beklemmend: Sie haben ihre Mutter verloren, ihr Vater ist verschwunden, und nun sollen sie voneinander getrennt in einer Welt zurechtkommen, die ihnen keinerlei Sicherheit bietet. Besonders eindringlich finde ich, wie die Nachkriegszeit nicht nur als historische Kulisse erscheint, sondern jede Entscheidung, jede Beziehung und jede Zukunftsmöglichkeit prägt.
Das Cover gefällt mir mit der reduzierten Gestaltung und den drei Mädchen sehr gut; es vermittelt sowohl Verletzlichkeit als auch Zusammenhalt. Der Schreibstil wirkt klar, bildhaft und zugleich sehr intensiv. Max Moor erzählt nicht gefällig oder sentimental, sondern zeigt die Härte und Kälte innerhalb der Familie unmittelbar. Gerade Hedwig hat mich als Figur erschreckt: Ihre Kontrolle und ihre ideologische Verblendung machen sie zu einer sehr unangenehmen, aber auch faszinierenden Figur.
Ich mag besonders, dass die Leseprobe nicht einfach nur von Verlust erzählt, sondern von Macht, Schuld und dem, was Erwachsene Kindern zumuten. Die drei Schwestern wirken schon jetzt wie ein emotionaler Kern der Geschichte, und ich möchte unbedingt erfahren, wie Gerti ihren Weg zwischen familiärer Zurückweisung, Nachkriegsgesellschaft und dem Wunsch nach Zugehörigkeit findet. Ich erwarte einen großen, schmerzhaften Familienroman über Überleben, Erinnerung und die Frage, ob man sich aus den Mustern der eigenen Herkunft befreien kann.
Das Cover gefällt mir mit der reduzierten Gestaltung und den drei Mädchen sehr gut; es vermittelt sowohl Verletzlichkeit als auch Zusammenhalt. Der Schreibstil wirkt klar, bildhaft und zugleich sehr intensiv. Max Moor erzählt nicht gefällig oder sentimental, sondern zeigt die Härte und Kälte innerhalb der Familie unmittelbar. Gerade Hedwig hat mich als Figur erschreckt: Ihre Kontrolle und ihre ideologische Verblendung machen sie zu einer sehr unangenehmen, aber auch faszinierenden Figur.
Ich mag besonders, dass die Leseprobe nicht einfach nur von Verlust erzählt, sondern von Macht, Schuld und dem, was Erwachsene Kindern zumuten. Die drei Schwestern wirken schon jetzt wie ein emotionaler Kern der Geschichte, und ich möchte unbedingt erfahren, wie Gerti ihren Weg zwischen familiärer Zurückweisung, Nachkriegsgesellschaft und dem Wunsch nach Zugehörigkeit findet. Ich erwarte einen großen, schmerzhaften Familienroman über Überleben, Erinnerung und die Frage, ob man sich aus den Mustern der eigenen Herkunft befreien kann.