Anders als erwartet

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Der Autor Max Moor schildert in seinem Roman: " Schwestern.Trotz allem " die Trennung der drei Schwestern Gerti, Rudi und Hansi am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die unterschiedlich geprägten Lebenswelten der Schwestern werden bildhaft und facettenreich beschrieben. Die Betrachtungsweise der unterschiedlichen Entwicklungen erfolgt jeweils aus einer anderen Perspektive, was den Roman teilweise unübersichtlich macht. Die Sprache in der Erzählung ist zwar bildgewaltig, aber manchmal schon überladen und zu sehr an den österreichischen Sprachgebrauch angelehnt. Es ist nicht immer einfach, der Geschichte inhaltlich zu folgen, man verliert öfter den roten Faden.
Die Einordnung in die Zeit gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bildet einen interessanten Hintergrund für den Roman, der verdeutlicht, wie unterschiedlich die Schicksale sein können, die sich aus dem Auseinanderreißen von Familien entwickeln. Ausgehend von dem Buchtitel und der inhaltlichen Beschreibung erwartet man allerdings, mehr über die Beziehungen der drei Schwestern untereinander und die Entwicklung des Verhältnisses zueinander zu erfahren. Dieses kommt leider viel zu kurz in dem Roman, wodurch er sich für mich doch anders als erwartet darstellt.